*Autoren vorgestellt* Sara Pearson

Hallo ihr Lieben, ich habe wieder ein Interview für euch. Dieses mal hat mir Sarah Pearson ein paar Fragen beantwortet. Sie erzählt über sich und ihr gestern erschienenes Buch.

Autorenname/n: Sara Pearson
Lieblingstier: Hund und Katze (eigentlich das Einhorn, aber ich glaube, das gilt nicht *lach*)
Lieblingsfarbe: Aquamarin
Lieblingszeit zum schreiben: Nachts ab 22 Uhr bis mir irgendwann die Augen beim Schreiben zufallen.
Lieblingsort: Eine kleine Hütte irgendwo im Wald.
Vorbild/er: Meine Mama, Jona Dreyer und Nikki (in meinen Augen alles sehr starke Persönlichkeiten, die mir zeigen, dass man nie aufgeben sollte.)
Schreibmotto: Ich habe eigentlich kein Bestimmtes. Ich schreibe über das, was sich gut für mich anfühlt.

 
Wie alt warst du, als du deine erste/n Geschichte/n geschrieben hast?
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Interview mit PABUKU Teil 2

Heute gibt es den zweiten Teil des Interviews mit PABUKU. Das Gewinnspiel findet in einem extra Beitrag statt.
Viel Spaß :).


Woher nehmt ihr eure Ideen um die Karten zu gestalten?

Am Anfang wollten wir vorwiegend Statement Karten gestalten. Encouragement.
An Karten zu Anlässen wie Geburtstag, Hochzeit und Verpartnerung haben wir nicht gleich gedacht. Es gibt zwei Sichtweisen. Einmal die Käuferinnen und Käufer die nicht unbedingt Happy Birthday auf der Karte stehen haben müssen, da sie es selber noch rein schreiben. Zum Beispiel: Born to be happy kann man für alles verwenden. Aber es gibt auch genug Leute, vor allem die die es grade eilig haben, die in ein Geschäft rein gehen und nach den Geburtstagskarten fragen, die man nun mal daran erkennt, dass Happy Birthday drauf steht. So haben wir von beiden Sorten etwas.

Und die Motive an sich haben wir aufgebaut in mittlerweile drei Schritten. Bei der aktuell bestehenden Kollektion haben wir geschaut, was die wichtigsten Anlässe sind oder welche Themen uns sehr wichtig sind, wie die Statementkarten. Dann versucht man einfach eine Skizze zu machen. Im Hinterkopf hat man die Art des Bildmaterials, mit dem wir arbeiten. Das sind uralte Darstellungen aus der Buchdruckzeit, alle ca. 140 Jahre alt, eben aus urheberrechtlichen Gründen. Und da stößt man manchmal an Grenzen. Man hat dann eine Idee im Kopf, Beispielsweise bei der Neujahrskarte: ein Schaukel-Einhorn. pabuku_1057054_rockingnewyear_lager_shopFinde eins ;). Wenn wir sagen: Vor 140 Jahren, viktorianische Zeit plus minus, dann wird es nicht viele Schaukeleinhörner gegeben haben und dann genau so eins zu finden wird noch schwieriger. Jedes Motiv besteht aus mehreren ursprünglichen Motiven, die wir dann „dressieren“, retuschieren, auseinander schneiden, neu zusammenbauen müssen und es möglichst so machen, dass niemand merkt, dass es zerschnippelt und neu zusammengesetzt wurde. Das ist nicht wie eine klassische Collage, wo mehrere Bilder auseinander und wieder quer zusammengesetzt werden, sondern es soll ein rundes neues Ganzes ergeben. Und es macht total Spaß und ist im Vergleich wie ein Puzzle mit unbekannten Teilen.

 

Und wie lange braucht ihr für die Karten?

 Wir können gar nicht sagen, so viele Stunden und so viele Tage. Wir möchten möglichst effizient arbeiten. Im Idealfall arbeiten wir nicht unter Zeitdruck, sondern haben eine Idee, können auf ein bestehendes Archiv zurück greifen und haben von den Bestandteilen die wir brauchen, Beispielsweise fünf Motive beieinander und es müssen nur noch zwei weitere Motive  im Archiv gefunden werden. Das ist dann eh schon anstrengend, wenn man gezielt etwas sucht. Und dann versucht man erst  einmal das Motiv, welches man im Kopf hat, zusammen zu bauen. Danach merkt man ob zu viel drauf ist oder das Motiv zu einer anderen Karte besser passt und tauscht dann. Es wird schon eine Weile herum geschlichtet bis es dann wirklich steht.

 

Warum dieser Stil?

 Als wir Karten mit queeren Kontext machen wollten war noch nicht klar welchen Stil wir dazu verwenden.
Da haben wir eine Zeit lang gesucht und geschaut, wie wir das kombinieren können. Zum Beispiel die Entscheidung keine Fotos zu verwenden, war ganz schnell da. Wir haben Grußkarten Labels gefunden die mit Fotos arbeiten und uns persönlich, ganz subjektiv betrachtet, hat es nicht zugesagt. Es ist nicht leicht mit menschlichen Darstellungen zu arbeiten. Es stellen  sich einfach folgende Fragen wenn wir zwei Frauen auf einer Karte darstellen wollen: Wie alt sollen sie sein, sind sie groß/klein, dick/dünn, welche Hautfarbe haben sie. Das wird wahnsinnig teuer, denn man braucht die Leute, die Kleidung, etc. Durch unseren Bezug zu Buchdruck und diesen alten Motiven hatten wir bereits  ein kleines Archiv. Die alten Holzstich und Holzschnittmotive begeistern durch ihre Qualität.

 

Woher bekommt ihr eure Motive?

Auf Flohmärkten und in Antiquariaten. Hin und wieder über das Internet. und teilweise bekommen wir auch von Freunden etwas. Nach der Produktion geht es wieder weiter mit der Suche nach neuen Büchern, weil die jetzigen aufgebraucht sind.

 

Was macht euch am meisten Spaß?

 Wir reden am Anfang ganz viel über das, was wir machen wollen und wie das Thema vorkommen soll. Das zu kreieren fällt uns leicht, weil wir Künstlerinnen sind. Es ist schön wenn man sich ganz auf die Karten konzentrieren kann. Auch auf der Messe zu stehen macht Spaß, denn es ist mal was anderes, nichts alltägliches. Wir machen auch den Vertrieb, denn der gehört dazu. Wir wussten, dass es Arbeit sein wird und es ist wichtig, dass wir zu zweit sind, denn alleine hätte das keine von uns gemacht. Ein Großteil der künstlerischen Arbeit geht ins Marketing.

 

Was wollt Ihr mit den Karten bewirken?

 Wir wollen ein wenig Aufklärungsarbeit gegenüber dem Handel leisten, vor allem wenn Händlerinnen und Händler  kommen und sagen, sie haben nicht das queere Publikum oder die Kundschaft, denn da können wir nur fragen: Woher wissen sie das? Natürlich vermutet man es bei manchen Menschen. Weil man Klischeevorstellungen oder Verhaltensmuster hat. Aber selbst da kann man sich total täuschen. Es gibt laut Statistik einen gewissen Prozentsatz und der ist gar nicht so klein. Aber diese Menschen haben eben auch Freundinnen, Freunde, Verwandte und wurde über die schon mal nachgedacht? Die möchten wahrscheinlich total gerne entsprechende Karten verschenken, aber haben gar nicht die Idee, wo sie danach suchen sollen.

Eine ganz liebe Kundin von uns meinte, dass passt nicht zu ihr, sie weiß nicht ob die queeren Grußkarten bei ihr sich verkaufen würden und ist jetzt eine super Kundin. Es hat sich rum gesprochen, dass sie Karten im queeren Bereich anbietet und jetzt liebt sie die Karten. Es wird natürlich bei jeder Kartenkollektion Topsellerkarten geben, weil sie lustig, hübsch oder den Nagel auf den Kopf treffen und andere Karten, die nicht so oft gekauft werden. Aber diejenigen, die die Karte dann kaufen, sind darüber sehr glücklich.

 

Auf der Rückseite habt ihr einen Spruch. Was hat es damit auf sich?

 Wir haben auch die Rückseite von der Karte genutzt, in dem wir eine kleine Illustration in schwarz weiß rauf gedruckt haben, die mit der Vorderseite in gewisser Weise in Verbindung steht. Und dazu einen Einzeiler, der am Anfang immer gleich beginnt mit: I thought of that while.. und dann eine Tätigkeit beschreibt.

Der Ausgangsgedanke war mal: Ich hatte diese beste Idee, während ich unter der Dusche stand. Und in diesem Sinne haben wir das formuliert. Es ist einfach lustig zu beobachten wenn Leute, die diese Sätze entdecken dann noch mal die Karte zum  vorderen Motiv umdrehen und man dann sieht wie die Gedanken zu rattern beginnen die meisten stehen dann mit einem breiten Grinsen da. Spätestens dann fangen sie an, auch die vordere Seite genauer anzuschauen. Das ist auch ein Argument für den Handel: Es motiviert weitere Karten umzudrehen, in die Hand zu nehmen und sich auf die Motive einzulassen. Bei der Produktion läuft zwischen uns ein kleiner Wettbewerb wem zuerst der Rückseitenspruch einfällt.

 

Wusstet ihr von Anfang an, dass der Spruch auf die Rückseite soll?

 Ja, dass ist uns gleich beim Konzept eingefallen.

 

Verkauf in Österreich, Deutschland und wo noch?

Wir haben einen guten Kundenstock in Österreich und Deutschland und jetzt auch erste Läden in der Schweiz und Holland. Unser nächstes Ziel ist England.
Auf unserer Webseite gibt es Infos zu unseren Verkaufsstellen.
Hier könnt ihr nach einem Shop in eurer Nähe suchen.

 

Wo kann man sich über euch informieren?

Website: https://queer-pabuku.com/
Facebook: https://www.facebook.com/pabuku/?fref=ts

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Wir wünschen uns dass möglichst viele Menschen glücklich und freudig, offen leben können und für uns wünschen wir weiterhin eine gute Entwicklung unseres Konzeptes.

Wir hoffen, dass unsere breit angelegte Message auch verstanden wird und diese ein bisschen was ausmacht in den Köpfen der Menschen.

Wir versuchen, dass wir unsere Sichtweise immer wie der von einer anderen Seite betrachten und dass wir Menschen offen begegnen.

Wir wünschen uns, dass die Leute weiterhin Freude mit unseren Karten haben. Normal is just an illusion!

 

Noch einmal vielen Dank von meiner Seite an Ute und Ulla, dass sie sich auf der Messe Zeit für das Interview genommen und im Anschluss noch mal drüber geschaut haben.

Falls ihr einen Händler eures Vertrauens habt und euch die Karten gefallen, könnt ihr sie ihm zeigen. Vielleicht nimmt er sie in seinen Verkauf auf :).

Ansonsten hoffe ich, dass euch das Interview gefallen hat. Hier geht es zum versprochenen Gewinnspiel.

Liebe Grüße
Sarah

Interview mit PABUKU Teil 1

Hallo ihr Lieben,

vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag zur Frankfurter Buchmesse? Dort habe ich zwei Künstlerinnen getroffen, die bezaubernde Karten mit queeren Motiven entwerfen und herstellen. Sie haben PABUKU gegründet und sich im Interview vorgestellt, welches ich euch heute präsentieren kann. Entschuldigt, dass es ein wenig lang geworden ist, aber ich finde jeden Punkt interessant. Ich wünsche euch viel Spaß und hoffe, euch gefallen die Karten genauso sehr wie mir :).

Bitte stellt euch und PABUKU kurz vor.

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Links: Ich bin Ute Baurecker. Ich habe langjährige Erfahrung im Verkauf von Handmade Produkten und eine Ausbildung als Bildhauerin und in neuen Medien. Jetzt arbeite ich mit PABUKU, mit Ulla Klopf zusammen.

Rechts: Ich bin Ulla und ich bin gelernte Grafikerin, mache das seit über 20 Jahren und habe mit der Ute 2013 begonnen Postkarten, Geschenkanhänger, Geschenkpapier zu entwerfen und zu produzieren.
Letztes Jahr kam dann die Idee Klappkarten/Doppelkarten mit dem queeren Kontext zu entwerfen. Wir haben uns relativ bald entschieden, uns auf diese neue Linie zu konzentrieren. Mit dieser Entscheidung sind wir wirklich sehr glücklich obwohl wir sie uns nicht leicht gemacht haben. Wir haben lange recherchiert und geschaut was es auf dem Markt gibt und haben festgestellt, es gibt nicht viel im queeren Bereich. Und das was es gibt, ist eher sehr plakativ. Wir haben uns überlegt, wir wollen Karten die man leicht in den Geschäften bekommen kann. Nicht nur für Leute, die selber Teil der Community sind, sondern auch für deren Freunde, Verwandte etc. Es ist sozusagen unsere Mission.
Und um es kurz zu beschreiben: Die Inhalte der Karten sind sehr subtil. Es sind teilweise Worte, oder Symboliken, die für die Menschen, die Teil der Community sind ganz klar sind und trotzdem denen gefallen, die kein Teil davon sind. Zum Beispiel:Seepferdchen/Manatee


Die Motive geben jedem einen persönlichen Interpretationsspielraum. Wir haben uns bei jedem Motiv genau überlegt, warum und wieso wir es machen wollen und haben versucht, jetzt nicht in die typischen Schubladen zu tappen, aber vielleicht schon mal ein Klischee zu übersteigern, sodass man darüber lachen kann. Und das Feedback, dass wir seit über einem Jahr bekommen, seit die Karten am Markt sind, gibt uns Recht mit unserer Entscheidung,wie wir unsere Ideen umsetzen. Unsere Karten kommen ganz breit in der Bevölkerung an und sind in verschiedenen Shops zu bekommen, zum Beispiel in Buchläden, Papeterieläden, Museumsshops, Designshops, aber auch in Blumenläden oder sogar in einer Porzellanmanufaktur (Wien), wo einfach zu schönen Geschenken/schönen Produkten eine schöne Karte dazu passt. Und wir haben versucht, nicht nur für gleichgeschlechtliche Hochzeiten/Verpartnerungen Karten zu machen, sondern auch andere Themen mit hinein zu nehmen um bewusster damit umzugehen. Zum Beispiel die Babykarte nicht rosarot und himmelblau zu machen,  sondern das einfach aufzulösen. Und wie gesagt, wir sind einfach immer wieder glücklich über das Feedback, welches wir von unterschiedlichen Leuten bekommen. Oder wie die Leute die Karten interpretieren und Spaß damit haben. Von vielen Kunden aus dem Handel haben wir schon das Feedback bekommen, dass Leute vor Karten mit einem breiten Lächeln stehen. Was gibt es Schöneres? Und dass die Karten einen gewissen Sammlereffekt auslösen und selten die Leute nur mit einer Karte aus dem Laden gehen, meistens mit zwei, eine zum Behalten und eine zum Verschenken oder weil sie sich nicht entscheiden können.

 

Wir habt ihr euch denn kennen gelernt?

Ute: Wir haben uns über eine Internetpartnervermittlung kennen gelernt.

Ulla: Zuerst war die Liebe, dann die Karten oder wie es auf unserer Website steht: First there was Love, then there was the idea to dare the pas de deux in creativity aswell.

 

Wie seid ihr auf den Namen PABUKU gekommen?

 Wir haben lange überlegt. Wir wissen, dass das jetzt nicht der Name ist der besonders leicht über die Lippen geht. Es ist ein reines Kunstwort und es hat viel zu tun mit den Papierprodukten, die wir vorher gemacht haben. PA: steht für Papier, BU: für Buch, weil wir Buchdruck, also Letterpress Produkte hatten und KU: für Kunst. Und so ganz nebenbei hat sich ergeben, dass BU und KU auch unsere Initialen sind. Seitdem wir uns auf die queeren  Karten konzentrieren haben wir den Untertitel „TheQueerPaperie“. Englisch deshalb, weil unsere Kartentexte auf Englisch sind und unser Ziel der englische Sprachraum ist. Es ist ein sehr interessanter Markt und die Schreibkultur in Großbritannien und speziell in Amerika, was man jetzt nicht unbedingt vermuten würde,hat einen höheren Stellenwert als im deutschsprachigen Raum. Aber auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz steigt angeblich seit den letzten 2-3 Jahren die Schreibkultur wieder, was Gruß- und Glückwunschkarten angeht.

 

Gründung von PABUKU

 PABUKU selber wurde Ende 2012 mit den anderen Produkten gegründet, aber die queere Grußkartenserie gibt es seit 2015.

 

Was macht eure Karten so besonders

 Wir haben recherchiert, und natürlich gibt es weltweit diverse Labels die Verpartnerungs-, Hochzeits- und Valentinstagskarten anbieten, aber wir konnten keine Label finden, die solch eine Bandbreite haben oder Statementkarten anbieten, wo es um unterstützende Motive geht, wie zum Beispiel bei: Born to be happy:pabuku_105703_bornhappy_shop_vsd Diese Karte spricht viele Menschen an, und passt zum Beispiel auch für transidente Menschen.

Natürlich werden welche sagen, dass ist nicht meine Karte, ich steh nicht auf Schnurrbärte, dass ist okay. Man kann es nicht allen Recht machen. Was auch ein Grund ist, warum wir nicht auf jeder Karte Menschenabbildungen haben, sondern ganz viel Floral- oder Tierdarstellungen, einfach um das ganze ein bisschen abstrakter zu gestalten. Zum Beispipabuku_105704_showcolours_shop_vsdel die Karte show your colours: Wer vor dem Coming Out steht und gerade Zweifel hat und dann diese Karte von einer guten Freundin oder einem guten Freund mit ein paar netten Worten bekommt, da kann das Chamäleon mit seinen neon Farben eine Unterstützung sein. Oder With no Rain there is no bow: Das ist eine Karte die für alle Menpabuku_105705_rainbow_shop_vsdschen passt und genau darum geht uns auch. Genauso wie bei der Karte: Come in. Come out. Welcome. Eine einfache Art „Willkommen“ zu sagen. Es soll nicht heißen, dass wir das ganze Thema verwässern wollen oder die Regenbogenfahne nur ganz klein am Rand zeigen. Aber wir wollen sie auch nicht
pabuku_105708_comein_shop_vsd wie bei einem Plakat auf einer Demo voran tragen. So wie wir eben auch keine Sticker auf der Stirn haben: Bin lesbisch, bin schwul, bin dieses oder jenes.

Es gibt eine ganz schöne Geschichte zu einer Karte: Seehorseday. Wir hatten schon von Beginn an ein Seepferdchen dabei, weil wir gemerkt haben, dass per se die Menschen Seepferdchen mögen, süß finden. Dann haben wir über Facebook die Seite von einem Intersexaktivisten aus Amerika gefunden, Mx. Anunnaki Ray und haben da ein bisschen rein gelesen und entdeckt, dass er seit nicht ganz zwei Jahren in seiner Familie statt Muttertag den Happy Seehorseday feiert. Er hat selber zwei Kinder geboren, sein drittes mit seinem Mann zusammen adoptiert und vergleicht  sich mit dem Seepferdchen, weil bei einem Seepferdchen die Männchen die Kinder„gebären“. Das hat uns so gut gefallen, dass wir ihn kontaktiert haben und gefragt haben ob es okay wäre eine Karte dazu zu gestalten. Seitdem sind wir in Kontakt. Die große Mehrheit wird natürlich nicht wissen was hinter dieser Karte steckt, sondern sie kaufen weil sie süß ist. In unserem Shopauf unserer Website haben wir den Link (https://anunnakiray.com/tag/happy-seahorse-day/) gesetzt und geschrieben, wer mehr zum „Happy Seehorseday“ erfahren will, soll darauf klicken und kommt dann auf die Seite von Anunnaki Ray, beziehungsweise auf seinen Blog.

Und so kann man die Karten für sich interpretieren oder auch etwas Neues dazu lernen. Das ist die aller kürzeste Erklärung, warum unsere Karten so besonders sind, sie Funktionieren im Prinzip wie Tarot-Karten. Du siehst was du sehen möchtest. Vielleicht siehst du in 14 Tagen was anderes oder wenn du in einer anderen Lebenssituation oder Stimmung bist.
Unser Glück ist, dass wir einen bunten queeren Freundeskreis haben.
So können wir unsere Feedbackrunden breit anlegen und bekommen dadurch wichtigen Input zu Inhalt, Bild und Texten.

 

Vielen Dank, dass ihr bis hier hin gelesen habt. Morgen gibt es den zweiten (und letzten) Teil und ihr könnt euch auf ein Gewinnspiel freuen.

Alles Liebe
Sarah

Ausblick 2017

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch erzählen, was euch in diesem Jahr auf meinem Blog erwartet.

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Gleich zu Anfang findet vom 23.-26.3. die Leipziger Buchmesse statt. Meine Chefin hat es möglich gemacht, dass ich dort sein kann (also betet bitte mit mir, dass keiner von meinen Kollegen krank wird >.<). Ich freue mich schon auf die vielen Autoren und Signierstunden. Das Besondere für mich, ich darf an einer Podiumsdiskussion von der HTWK (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur) Leipzig teilnehmen, in der es um queere Themen geht. Ich bin schon sehr gespannt!
So wie es aussieht, werde ich nicht auf der Frankfurter Buchmesse sein. Letztes Jahr war toll und ich habe einige liebe Menschen getroffen, aber es war auch anstrengend. Ich versuche aber, wenigstens auf der Gay Book Fair zu sein, denn die ist ja ein Muss ^^.

Auf diese Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchbereich freue ich mich im ersten Halbjahr sehr:

  • „Zwei Papas für Tango“, Edith Schreiber-Wicke/Carola Holland, Thienemann Verlag, Print: 12,99€, Et: 17.01.2017, Inhalt
  • „Meine Mutter, sein Exmann und ich“, T.A. Wegberg, Rowohlt Verlag, Print: 12,99€, Et: 10.03.2017, Inhalt
  • „Eine Woche für die Ewigkeit“, Nina LaCour/David Levithan, Carlsen Verlag, Print: 16,99€, Et: 24.03.2017, Inhalt
  • „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“, S.J. Goslee, Dressler Verlag, Print: 16,99€, Et: März, Inhalt
  • „Kicker im Kleid“, David Walliams, Rowohlt Verlag, Print: 14,99€, Et: März
  • „Wie ein Himmel voller Seehunde“, Sara Lövestam, Rowohlt Verlag, Print: 12,99€, Et: Juli, Inhalt

Ich bin natürlich auch gespannt, was es Neues im Dead Soft Verlag und Cursed Verlag geben wird, so wie von Selfpublishern.

Am 07. Juli 2014 habe ich diesen Blog erstellt, um meine Leidenschaft für das Gaygenre mit anderen zu teilen. Dieses Jahr werden es also drei Jahre sein und da das meine Lieblingszahl ist, möchte ich einen kleinen Geburtstag feiern. Ihr dürft gespannt sein.

Desweiteren habe ich seit fast einem Jahr eine Art ..hm wie nennt man es nun.. Aktion/Projekt geleitet, welches in diesem beendet wird. Ich hoffe euch wird das Ergebnis gefallen, denn es ist etwas Einmaliges! Sobald alles abgeschlossen ist, werdet ihr mehr Erfahren :).

Und dann wird es natürlich viele Rezensionen geben, hoffentlich auch Interviews und wer weiß, was mir noch so über den Weg läuft.

Ich freue mich auf ein spannendes Jahr und hoffe ihr seid mit dabei!

Alles Liebe
eure Sarah

*Autoren vorgestellt* Alice Camden

Von ihrer Todessteintrilogie war ich (bin ich immer noch) richtig begeistert.Mittlerweile hat sie als Selfpublisherin zwei weitere Bücher, eines davon unter einem Pseudonym, herausgebracht. Danke an Alice Camden, dass sie sich meinen Fragen „gestellt“ hat :).

Autorenname/n: Alice Camden / Alex Summers
Lieblingstier: Katze
Lieblingsfarbe: Grün
Lieblingszeit zum Schreiben:Thereisnothingtowriting. All you do is sit down at a typewriter and bleed. (Ernest Hemingway) – Schreiben ist nicht schwer. Du musst dich einfach nur an die Schreibmaschine setzen und bluten.
Lieblingsort: London – Kew Gardens &Camden Town
Vorbild/er:Astrid Lindgren, Michael Ende, Kai Meyer . Eher meine Helden als meine Vorbilder
Schreibmotto: Die Welt braucht Geschichten


Wie alt warst du, als du deine erste/n Geschichte/n geschrieben hast?

Mit 17 habe ich zum ersten Mal eine Geschichte aufgeschrieben. Sie handelte von einer dicken Elfe – ich fürchte, sie hätte nur eine recht kleine Leserschaft gefunden ;). Aber der Elfenname war gut. Vielleicht verwende ich den mal.

 

Brauchst du Musik oder andere Geräusche zum Schreiben oder lieber Ruhe?

Da bin ich überempfindlich. Ich brauche absolute Ruhe beim Schreiben. Dann nervt mich schon eine schnarchende Katze im Zimmer. Gelegentlich trage ich sogar einen Schallschutzkopfhörer, wenn ich arbeite. Sonderbar, ich weiß.

 

Was bedeutet Schreiben für dich?

Schreiben, bzw. Geschichten zu erzählen, Welten zu erschaffen – ist für mich mehr als das kreative Mittel meiner Wahl. Es ist meine Möglichkeit, Menschen zu unterhalten und sie in andere Welten, andere Leben mitzunehmen.

 

Gibt es zu deinen Figuren real existierende Vorbilder?

Ja und nein. Es gibt nie den einen Menschen, an dem ich einen Helden ausrichte. Aber natürlich beeinflussen mich alle Begegnungen in meinem Alltag.

 

Wie bist du dazu gekommen homoerotische Bücher zu schreiben?

Mit Sicherheit hat es etwas mit mir zu tun. Etwas in mir hat einfach keinen Bezug zu Hetero-Liebesgeschichten aufgebaut und das ist bis heute so geblieben. Ich habe schon vor 20 Jahren Anne Rice und ihre Vampirromane gelesen und fand die Konstellationen ansprechend. Ich liebe es, Romance zu schreiben, bzw. Fantasy mit Romanceanteil, aber in meinem Kopf entstehen einfach nur schwule oder bi-sexuelle Helden. Es passiert einfach so.
Für den Erotikanteil in homoerotisch gilt das Gleiche.

 

Deine Todessteintrilogie ist einfach toll! Wie bist du zu dieser Geschichte gekommen? Wusstest du von Anfang an, dass es eine Trilogie werden wird?

Vielen Dank :). Ganz am Anfang wusste ich noch nicht, dass es eine Trilogie wird und sicher nicht, dass sogar noch weitere Geschichten folgen werden. Die Größe, die die Welt jetzt schon hat, überrascht mich selbst.
Ich wollte eine schwule Version von Rotkäppchen schreiben, weil ich Märchen liebe. Heute bin ich sehr froh, was daraus geworden ist und freue mich schon, weitere Geschichte aus dieser Welt zu erzählen.

 

Du hast eine Erotikgeschichte unter dem Pseudonym Alex Summers rausgebracht. Warum nicht unter deinem anderen Namen?

Meine Geschichten enthalten ja immer einen gewissen Anteil Erotik, aber unter Alex Summers schreibe ich mit einem höheren Erotikanteil, teilweise auch expliziter. Das ist im Grunde der Unterschied, den ich damit betonen wollte. Der nächste House of Paradise – Band wird wohl umfangreicher, auch im Storyteil, trotzdem wollte ich es abgrenzen. Ansonsten ist das Pseudonym ja offen und man weiß, dass ich das bin.

 

Hast du ein Lieblingspärchen?

Immer das nächste Paar;)
Kalen und Sami aus Band 2, Im Schatten der Todessteine – die beiden sind für mich schon ein ganz besonderes und ungewöhnliches Paar. Warum? Dazu muss man die Geschichte lesen.
Und aus ähnlich geheimnisvollen Gründen auch – Tylor & Casey aus meinem Buch – Steel Dragons, das im Frühjahr im Dead Soft Verlag erscheint. Mit diesen beiden haben wirklich gelitten und ihre Geschichte war in diesem Jahr plötzlich ein realer Teil meines Lebens. Wenn es an der Zeit ist, werde mehr darüber berichten.

 

Wer gestaltet die Cover deiner Bücher? Hast du Mitspracherecht was die Gestaltung angeht? Darfst du eigene Ideen mit einbringen?

Die tollen Cover meiner Verlagsbücher wurden bisher alle von Daylin Art gestaltet und ja, ich habe auf jeden Fall Mitspracherecht. Ich kann auch eigene Ideen einbringen. Der Bogenschütze auf dem Cover von Rabenkönig war z.B.  meine Idee.
Die Cover meiner Selfpublishing Projekte gestalte ich selbst. Covergestaltung ist ein Hobby von mir, in das ich viel Zeit investiere, damit mir und den Lesern das Ergebnis am Ende auch gefällt.

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Selfpublisherin oder Verlagsautorin: Was macht dir mehr Spaß und warum?

Ich bin gerne Hybridautorin und möchte mich nicht entscheiden. Dass meine Fantasy ein Zuhause im Dead Soft Verlag gefunden hat und es dort im nächsten Jahr weitere Büche von mir geben wird, freut mich sehr. In allen Lektoraten konnte ich bisher viel lernen und denke, das wird auch in Zukunft so sein. Ich möchte mich natürlich weiterentwickeln.
Dafür nützt mir auch das Selfpublishing, weil ich einfach sehr viel arbeite, um in Übung zu bleiben und verschiedene Dinge ausprobieren zu können. Es ist für mich eine zusätzliche Möglichkeit, Geschichten zu erzählen und Menschen zu unterhalten.

 

Am 08.12. erscheint ein neues Buch von dir: „Der Duft von Zimtschnecken“. Worum geht es?

Sogar schon am 7.12 – wenn Amazon will 🙂
Es geht um Marius, einen jungen Architekten, der erschöpft und überarbeitet in der Weihnachtszeit ein Café betritt, wo er auf Nick, den gut aussehenden Besitzer trifft. Der scheinbare Hetero Marius und der schwule Nick haben keinen guten Start und Nick schließt sogar eine Wette ab, dass er Marius bis Weihnachten ins Bett bekommt.
Aber je mehr Zeit sie zusammen verbringen, desto mehr Gefühle entwickeln beide für einander und am Ende sind sie gar nicht so ungleich, wie sie dachten. Aber zwischen ihnen steht ja noch die Wette!
Und dann gibt es noch Liwi, ein Hundebaby, das ganz unverhofft in das Leben er beiden tritt – und über all dem rückt Weihnachten immer näher.

 

Die Geschichte spielt um Weihnachten rum. Wie ist dir die Idee dazu gekommen und wann hast du begonnen sie aufzuschreiben?

Die Zimtschnecken habe ich im Mai geschrieben, sehr weihnachtlich war es da noch nicht. Die Idee dazu kam mir auch etwa um diese Zeit. Manchmal reifen Geschichten lange in meinem Kopf, manchmal ist der Prozess auch kurz.

 

In der Geschichte geht es um Burn Out. Warum gerade dieses Thema?

Der kleine Workoholic in mir wollte gerne etwas zu diesem Thema schreiben und natürlich in Form einer Liebesgeschichte, mit viel Hoffnung und Romantik. Weil ich wirklich glaube, manchmal braucht es viel Hilfe und manchmal ist es wichtig, dass der eine Mensch daist?, damit man nicht völlig abrutscht – das ist auch Thema in dieser Geschichte.

 

Was ist deine Lieblingsszene? Oder hast du ein schönes Zitat aus diesem Buch?

Eine meiner Lieblingsszenen aus dem Buch hat etwas mit dem Hündchen und dem Weihnachtsbaum zu tun – die muss man selbst lesen;)
In deinem Buch gibt es auch ein Rezept für schwedische Zimtschnecken. Ist das ein erprobtes Rezept?

Ja!! Vielfach erprobt. 😊

 

Möchtest du jemandem Danken?

Vielen Dank an alle Leser, die mit meinen Jungs zusammen in fremde Leben und andere Welten abtauchen. Vielen Dank für die Unterstützung!

 

Auf welchen Plattformen kann man dir folgen?

Auf Facebook unter: https://www.facebook.com/camdenundsummers/
Auf meiner eigenen Webseite inkl. Newsletter: www.alicecamden.com
Man findet mich auch auf Twitter: @alice_camden und bei Instagram – Alice Camden

 

Worauf dürfen sich deine Leser demnächst noch freuen?

Im Frühjahr wird: Steel Dragons – eine urban Fantasygeschichte aus London – im Dead Soft Verlag erscheinen.
Dort wohnt ebenfalls schon eine Fantasynovelle aus der Todessteinwelt, die bald ins Lektorat wandert.
Und mein Gay SciFi Roman: Heart of Sky: Astrala – mit wilden (Space) Piraten und einem Ranger – wird auch im Dead Soft Verlag erscheinen.
Als SP Projekt möchte ich meine Geschichte Schmetterlingsliebe  gerne im Frühsommer veröffentlichen – die ist auch schon fertig und muss noch überarbeitet werden.
Und ein weiterer Band für House of Paradise ist ebenfalls in Planung für 2017.
Etwas nach hinten gestellt habe ich einen weiteren Roman aus der Todessteinwelt – weil das ein großes Projekt wird. Ggf. gehe ich das im Sommer an.

 

Möchtest du ein paar Worte an deine Leser richten?

Vielen Dank, dass ich euch unterhalten darf 🙂

*Autoren vorgestellt* Bianca Nias

Bianca Nias dürfte jedem mit ihrer Bruns Reihe ein Begriff sein. Heute habe ich ein Interview von ihr für euch, in dem sie auch kurz ihren neuen Roman „Der Date-Manager“ vorstellt.

Steckbrief:

Autorenname/n: Bianca Nias (meinen richtigen Namen, Bianca Asc15209233_1830867953861365_1545569861_nhenbrenner, kennen auch schon viele, die von mir Post bekommen haben, der ist auch nicht geheim). „Nias“ ist einfach eine Kombination aus meinem Mädchennamen und meinem jetzigen Familiennamen.
Lieblingstier: Nilpferd, Löwe
Lieblingsfarbe: blau, orange
Lieblingszeit zum Schreiben: Samstag- und Sonntagmorgen
Lieblingsort (zum Schreiben oder allgemein): Mein (häusliches) Arbeitszimmer
Wohnort (Stadt oder Bundesland): Elbtal, Hessen (ein 750-Seelen-Dorf am Rande des Westerwalds)
Hobbys (außer dem Schreiben): Lesen, meine Hunde, Fußball & American Football schauen
Vorbild/er: mein Papa
Schreibmotto: Was raus will, muss raus? Ran an die Tasten? *lach* Ich weiß nicht, ein richtiges Motto habe ich eigentlich nicht.

 

Wann hast du angefangen deine eigenen Geschichten zu schreiben?

Die Versuche, als 12 jährige eine Geschichte á la „Hanni und Nanni“ zu schreiben, zähle ich besser mal nicht mit :). Ich habe etwa in 2012 angefangen, „Tajo@Bruns_LLC“ aufzuschreiben, als mir eine gewisse Szene an einem Waldsee nicht mehr aus dem Kopf ging. Ich dachte eigentlich, wenn ich es aufschreibe und herauslasse, würden diese Bilder aus meinem Kopf verschwinden. Weit gefehlt. Seitdem wird es eher schlimmer.


Brauchst du Musik oder andere Geräusche zum Schreiben oder lieber Ruhe?

Ich brauche absolute Ruhe zum Schreiben. Daher ist meine bevorzugte Schreibphase am Wochenende, früh morgens bis in den Mittag hinein, wenn der Rest der Familie ausschläft.


Wie bist du dazu gekommen homoerotische Bücher zu schreiben?

Über meine Freundinnen Katja und Barbara bin ich erstmals mit dem Genre in Berührung gekommen – und lese seitdem selten etwas Anderes. Ich hatte daher auch zuerst Tajo und Marc im Kopf, alles Weitere hatte sich nach deren Zusammentreffen am Waldsee einfach entwickelt.


Was gefällt dir an diesem Genre?

Zum einen bin ich der Hetero-Liebesromane ein wenig überdrüssig. Dort gibt es bereits alle möglichen Konstellationen (schüchternes/taffes/quirliges Mädchen trifft Callboy/Millionär/Sportler etcetc …). Das Gay-Genre bot mir anfangs die Abwechslung, die ich suchte. Dazu kommt, dass die Romanfiguren oftmals nicht nur mit ihren Gefühlen, sondern auch mit ihrem Umfeld in Konflikt geraten – das macht die Storys wesentlich interessanter und tiefgründiger. Es bietet Raum für Dramen, für innere Konflikte, für Konfrontationen, Missverständnisse, Herzschmerz und Happy Ends.


Wenn du mal nicht am Schreiben bist, was machst du dann?

Überwiegend arbeiten. Ich habe einen ganz normalen 42-Stunden-Job und verbringe zudem 10 Stunden in der Woche auf der Autobahn, da ich einen langen Weg zu meiner Arbeitsstelle im Rhein-Main-Gebiet habe. Neben den üblichen Alltagsdingen wie Einkaufen und Kochen bleibt wenig Zeit für andere Hobbies. Entspannen kann ich am besten mit einem guten Buch auf der Couch, während mein Mann Fußball guckt.


Was bedeutet das Schreiben für dich?

Hauptsächlich bedeutet es für mich Entspannung und Freude. Es ist Ausdruck meiner Kreativität und da ich weder singen noch tanzen oder malen kann, blieb mir nur das Schreiben (seid froh, alles andere wollt ihr von mir auch nicht zu sehen bekommen :)). Mittlerweile ist es aber auch zugegebenermaßen etwas, über das ich mir Bestätigung holen kann. Bei meinem Brotjob als Finanzbeamtin sagt mir selten jemand „Den Fall haben Sie aber toll gelöst“ oder „Der Steuerbescheid ist wirklich schön geworden“ *lach*. Klar, die Rezensionen und das Feedback zu meinen Büchern geben mir unwahrscheinlich viel zurück, dafür nehme ich gerne alle Mühen auf mich.


Du bist nicht nur Verlagsautorin sondern auch Selfpublisherin. Was macht dir mehr Spaß und warum?

Beides ist gleichermaßen aufregend und macht Spaß. Während ich beim Verlag natürlich sehr viel abgenommen bekomme, was die Veröffentlichung angeht, muss ich bei den eigenen Projekten zusehen, wie ich sie anständig hinbekomme. Das geht nicht ohne Hilfe, die ich zum Glück von meinen Freunden bekomme, die mir beim Coverdesign, Lektorat und Korrektur zur Seite stehen. Ob jetzt Verlagsbuch oder Selfpublishing-Projekt: In den Büchern steckt ein Haufen Arbeit und Herzblut von vielen Leuten, bevor sie in die Welt hinaus entlassen werden, was ich als Leserin zuvor nicht vermutet hatte.


Du möchtest deine Navy Seals Reihe im neuen Buchformat drucken lassen. Warum?

Mit der Qualität der über Amazon produzierten Taschenbücher war ich nie wirklich zufrieden. Außerdem hat es sich ergeben, dass ich im März 2017 als Selfpublishing-Autorin meine Navy-Seals-Reihe am Stand des Deadsoft-Verlags mit ausstellen darf. Das wiederum bringt es mit sich, dass ich die Taschenbücher in einer „richtigen“ Druckerei nochmals auflegen lassen werde, um sie dort am Stand verkaufen zu können. Das wäre mit den Amazon-Büchern sowohl wegen der ISBN-Nummer als auch von den Kosten her (die Messebuchhandlung bekommt 38% Tantieme) nicht möglich. Aus dieser „Not“ heraus ist die Idee geboren worden, Band 1 und 2 der Navy Seals als Sammelband, als Specialedition, neu auflegen zu lassen. Zudem werde ich die Kurzgeschichten der Bruns nun endlich in einem Taschenbuch zusammenfassen, das hatte sich bislang einfach noch nie wirklich gelohnt.


Dein erstes Buch war „Tajo@Bruns­_LLC: Das Herz des Löwen“. Wie kam dir die Idee zu dieser Geschichte? Und wusstest du gleich, dass es eine Reihe werden wird?

Die Idee war einfach eines Tages da und wollte irgendwie raus. Inspiriert wurde ich sicherlich von der Reihe „Lions“ von G.A. Aiken, die ich zuvor gelesen habe. Aber ich wusste wirklich nicht, dass es eine Reihe werden würde, das war anfangs eigentlich nicht beabsichtigt. Nur hatte sich der Handlungsbogen, der Konflikt mit ShirkouSoran, zum Ende des Buches hin noch nicht geschlossen. Erst in den letzten paar Zeilen des Buches (beim Gespräch zwischen Keyla und Marc) wurde mir klar: Okay, das Liebespaar hat sich gefunden, ich habe ein Happy End – aber da fehlt noch etwas, es muss weitergehen. Aus der Story heraus hat sich das auch bereits angedeutet: Auch Jonathan braucht einen Partner. Das war dann der Moment, in dem ich mich fragte, ob Devon wirklich zu ihm passt … und die Idee zu Band 2 war geboren. Selbst wenn niemand „Tajo“ hätte lesen wollen und dies meine einzige Veröffentlichung geblieben wäre – zumindest den Band 2 hätte ich allein für mich selbst geschrieben.


Wer ist dein Lieblingspärchen?

Das ist eine schwierige Frage. Marc und Tajo fühle ich mich nach wie vor sehr verbunden, weil sie eben von Anfang an da gewesen waren. Aber jedes andere Paar hatte auch seinen Reiz. Jonathan liebe ich wegen seiner etwas verpeilten Art (bis der etwas bemerkt … :)), Daniel und Ric haben mir am meisten Spaß gemacht, mit Devon habe ich fürchterlich gelitten und ihm mit Siku seinen persönlichen Retter an die Seite gestellt, mit Wesley & Björn habe ich ein Herzensprojekt (das Coming Out eines Sportlers) verwirklicht, in Keyla steckt unwahrscheinlich viel von mir selbst und mit Joss und Dion habe ich zuletzt meine komödiantische und romantische Muße befriedigt :). Alle Protagonisten haben immer etwas Besonderes und liegen mir am Herzen.


Am 31.10. erschien dein neustes Buch „Der Date-Manager“. Hast du auch schon mal eine Dating Agentur in Anspruch genommen?

Nein *lach*. Ich habe meinen Mann schon sehr früh kennengelernt, weil er der beste Freund meines Schwagers war, auch wenn wir erst später zusammengekommen sind. Gefunkt hat es bei uns auf der Hochzeit meiner Schwester (fürchterlich romantische Geschichte), damals war ich gerade erst 19 Jahre alt. Seitdem sind wir unzertrennlich und sind nunmehr seit 25 Jahren zusammen, davon seit 20 Jahren glücklich verheiratet.


Was hat dir beim Schreiben besonders Spaß gemacht?

Beim Date-Manager? Die Story habe ich ganz bewusst auf die locker-leichte Schiene angelegt, denn ich brauchte nach den ganzen Dramen einfach mal etwas Entspanntes fürs Herz. Das Buch soll lediglich Freude machen, den Leser zum Lachen bringen. Gerade an einem solchen Skript zu arbeiten macht riesig viel Spaß. Ich musste mich echt beherrschen, nicht sämtliche Szenen vorab in der Gruppe „Bruns Family &Friends“ zu posten, um den anderen sofort mitzuteilen, worüber ich mich gerade köstlich amüsiere.


Wer ist dein Lieblingscharakter und warum?

Oh je. Noch so eine schwierige Frage. Mit Marc und Keyla fühle ich mich sehr verbunden, in den beiden steckt ganz viel von mir selbst drin. Mit Tajo habe ich meinen persönlichen Traummann kreiert. Aber ich liebe eigentlich vor allem die vielschichtigen, schwierigen Charaktere. Daniel, den Spaßvogel, der mir jedoch mitten im Schreibprozess so eine ganz andere, melancholische und verletzte Seite gezeigt hat. Devon, dem das Schicksal mächtig eins reingewürgt hat, aber der im Herzen immer ein Kämpfer bleibt. Cayden, der zum ersten Mal aus sich heraus kommt. Momentan ist es Jordan Cummings, der Puma, der mich erstmals richtig in sich hineinschauen lässt und der mich echt umgehauen hat …


Was ist deine Lieblingsszene? Oder hast du ein schönes Zitat?

Da gibt es mittlerweile viele Lieblingsszenen. Oftmals sind es die, die ich gar nicht so geplant habe, die sich einfach so entwickeln und die mich selbst verblüffen, nachdem ich sie niedergeschrieben habe. Wie diese hier aus „Devon@Bruns_LLC: Wolfsblut“:

Devon sah ihn weiterhin ernst an und runzelte nur leicht die Stirn. »Bei Entscheidungen gibt es kein ›richtig‹ oder ›falsch‹. Sie sind einfach Wege, für die wir uns entscheiden, Richtungen, die wir in unserem Leben einschlagen. Jede neue Richtung kann direkt in unseren Untergang, aber auch zu einer ungeheuren Chance führen.« Er lachte rau auf. »Wer sagt dir denn, dass deine Entscheidung falsch war? Vielleicht wäre das Ganze genauso in der Katastrophe geendet, wenn du auf mich gehört hättest?«

Eine Zeitlang schwieg Siku, dann seufzte er unterdrückt auf. »Aber ich habe einen Fehler gemacht, für den du letztendlich bezahlt hast und Old Bear sein Leben gelassen hat«, beharrte er stur.

Devon schmunzelte nur und umfasste mit beiden Händen Sikus Gesicht. »Wir alle machen Fehler. Aber es ehrt dich, dass du versuchst, deine Fehler auszubügeln. Und da du dich nicht in meiner Schuld fühlen solltest, weiß ich einen Weg, wie du das ganz einfach wieder gutmachen kannst.«

Misstrauisch starrte Siku ihn an. Was mochte jetzt schon wieder hinter Devons Stirn vorgehen?

»Was für einen Weg?«, wagte er nachzufragen.

»Küss mich noch einmal – und wir beide sind quitt.« Aus Devons blauen Augen blitzte der Schalk und Siku stöhnte frustriert auf. Da war sie wieder, Devons flapsige Art, die ihn stets auf die Palme brachte.

»Willst du mich verarschen?«, schnauzte er den Wolf brüskiert an. »Das ist doch Bullshit! Man kann doch nicht mit einem Kuss … hmpf …«

Weiter kam er nicht. Devon reckte sich zu ihm hoch und drückte seinen Mund fest auf seinen, eroberte diesen sofort mit seiner Zunge und küsste ihn heftig. Für einen Moment lang war Siku wie erstarrt, sein Herz setzte offenbar einen Schlag aus, jedenfalls raste es plötzlich in doppelter Geschwindigkeit wieder los. Automatisch begann er, den Kuss zu erwidern, ihm mit gleicher Stärke zu begegnen.


Wer hat das Cover gestaltet?

Unterschiedlich. Die Cover der Bruns-Reihe stammen alle von Toni Kuklik (T.K. Arts), die von „Bulls Eye“ und dem „Date-Manager“ von Irene Repp (Daylin Art) und die der Navy Seals von Michaela Görg (Rigor Mortis/Coverpfusch).

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Hattest du selber eine Vorstellung vom Cover und konntest du diese mit einbringen?

Bei Tajo hatte ich noch gar keine Ahnung und keine Vorstellung und war bereits vom ersten Entwurf von Toni derart von den Socken, dass daran auch nichts mehr geändert wurde. Beim Deadsoft-Verlag wird dem Autor immer sehr viel Mitspracherecht eingeräumt, auch bei den Cover. Ich kann dort sowohl eigene Bilder vorschlagen als auch mein Veto einlegen oder Verbesserungswünsche anbringen, auf die dann eingegangen wird. Bei meinen Selfpublishing-Projekten ist es die arme Micha, die tapfer versucht, meine Ideen umzusetzen. Das ist dann oft ein langer Prozess mit vielen PNs, die hin- und hergehen. Mehr Farbe, den Tiger im Hintergrund größer, nein kleiner, den Typ doch lieber weiter links, die Schriftart …


Möchtest du jemandem Danken?

Oh ja, gerne. Ich danke *räusper, Zettel herausholen*

  • dem Deadsoft-Verlag, allen voran Simon Rhys Beck, der mir erstmals die Chance gab und auch die ersten vier Bände selbst lektoriert und geduldig mit mir daran gearbeitet hat
  • meiner Freundin Susanne Scholze, die seit einiger Zeit mit viel Engagement meine Texte lektoriert und mit jeder Menge Fingerspitzengefühl so bearbeitet, dass aus einem guten Skript ein tolles Buch wird
  • meiner Freundin Michaela Görg, die viel Zeit, Arbeit, Liebe und Detailversessenheit in die Cover steckt
  • meinen Freundinnen Doris Lösel und Ramona Gutbrod, die mir bei der Endkorrektur zur Seite stehen
  • meinen Freunden in der Facebook-Gruppe „Bruns Family &Friends“, die mich mit ihrem Feedback motivieren, beraten und unterstützen
  • meiner Familie, die sich mittlerweile an meine kleinen Verrücktheiten gewöhnt hat
  • allen meinen Lesern, die meine Bücher kaufen, denn ohne sie würde es keinen Grund geben, sich in jeder freien Minute an den PC zu setzen und neue Ideen auszuarbeiten
  • und natürlich dir, Sarah, für die tollen Fragen 🙂


Worauf dürfen sich deine Leser demnächst noch freuen?

Pünktlich zu Heiligabend soll die diesjährige Weihnachtsgeschichte der Bruns (Rescue@Bruns_LLC: Lion lost at Christmas) erscheinen. Derzeit habe ich schon mit dem dritten Band der Navy Seals begonnen, die den Titel „Operation Icebreaker“ haben wird (geplanter VÖ-Termin März 2017). Und danach, was allerdings noch in weiter Ferne ist, ist ein fünfter Band der Bruns-Reihe geplant, etwa für den Spätsommer oder Herbst 2017. Nicht zu vergessen, dass ich zwischendurch auch noch vorhabe, mit Susann Julieva am „Werwolf von Nebenan“ weiterzuschreiben. Also, da kommt in regelmäßigen Abständen immer wieder etwas Neues von mir.


Auf welchen Plattformen kann man dir folgen?

Meistens teile ich mich über Facebook mit, das läuft bei mir auch während dem Schreiben nebenher. Außerdem habe ich auch einen Twitter-Account, bei dem ich allerdings eher seltener etwas zu zwitschern habe. Auch über meine Homepage http://www.biancanias.de kann man Kontakt mit mir aufnehmen, sich dort über aktuelle Projekte informieren oder meinen Blog besuchen.


Möchtest du ein paar Worte an deine Leser richten?

Gerne.

Ich danke euch, den Lesern, dass ihr meine Bücher kauft und ich weiß, dass ihr oft monatelang und sehnsüchtig auf einen neuen Teil der Bruns, der Navy Seals oder auf etwas Anderes aus meiner Feder wartet. Wobei ich natürlich wieder beim Thema bin: Bitte hinterlasst mir ein Feedback, möglichst eine Rezension auf Amazon zu dem Buch, das ihr gelesen habt. Diese Rezensionen sind für uns Autoren nicht nur verkaufsfördernd, sondern sie stellen einen wichtigen Teil des Lohns für unsere Mühen dar. Es ist schade, dass kaum 2% der Käufer meiner Bruns-Reihe auf diesem Weg hinterlassen haben, was sie von den Büchern halten. Aber ohne diese Rezensionen würde es uns Autoren sonst vorkommen, als würden wir in unseren stillen Kämmerlein in einen luftleeren Raum hinein schreiben (um es mit den Worten meiner Freundin Savannah Lichtenwald auszudrücken).

Also, bitte hinterlasst ein paar Sätze zu den Büchern, ich selbst und alle anderen Autoren werden es euch von Herzen danken. Das muss keine ausgearbeitete Buchbesprechung sein, es genügen ein paar Sätze, was einem am Buch gefallen hat.

Ich möchte bei Bianca Nias bedanken, die sich die Zeit genommen hat, die Fragen so ausführlich zu beantworten :).

Mai 2017
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