*Autoren vorgestellt* Sara Pearson

Hallo ihr Lieben, ich habe wieder ein Interview für euch. Dieses mal hat mir Sarah Pearson ein paar Fragen beantwortet. Sie erzählt über sich und ihr gestern erschienenes Buch.

Autorenname/n: Sara Pearson
Lieblingstier: Hund und Katze (eigentlich das Einhorn, aber ich glaube, das gilt nicht *lach*)
Lieblingsfarbe: Aquamarin
Lieblingszeit zum schreiben: Nachts ab 22 Uhr bis mir irgendwann die Augen beim Schreiben zufallen.
Lieblingsort: Eine kleine Hütte irgendwo im Wald.
Vorbild/er: Meine Mama, Jona Dreyer und Nikki (in meinen Augen alles sehr starke Persönlichkeiten, die mir zeigen, dass man nie aufgeben sollte.)
Schreibmotto: Ich habe eigentlich kein Bestimmtes. Ich schreibe über das, was sich gut für mich anfühlt.

 
Wie alt warst du, als du deine erste/n Geschichte/n geschrieben hast?
Mehr

Ausblick 2017

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch erzählen, was euch in diesem Jahr auf meinem Blog erwartet.

blockausblicke

Gleich zu Anfang findet vom 23.-26.3. die Leipziger Buchmesse statt. Meine Chefin hat es möglich gemacht, dass ich dort sein kann (also betet bitte mit mir, dass keiner von meinen Kollegen krank wird >.<). Ich freue mich schon auf die vielen Autoren und Signierstunden. Das Besondere für mich, ich darf an einer Podiumsdiskussion von der HTWK (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur) Leipzig teilnehmen, in der es um queere Themen geht. Ich bin schon sehr gespannt!
So wie es aussieht, werde ich nicht auf der Frankfurter Buchmesse sein. Letztes Jahr war toll und ich habe einige liebe Menschen getroffen, aber es war auch anstrengend. Ich versuche aber, wenigstens auf der Gay Book Fair zu sein, denn die ist ja ein Muss ^^.

Auf diese Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchbereich freue ich mich im ersten Halbjahr sehr:

  • „Zwei Papas für Tango“, Edith Schreiber-Wicke/Carola Holland, Thienemann Verlag, Print: 12,99€, Et: 17.01.2017, Inhalt
  • „Meine Mutter, sein Exmann und ich“, T.A. Wegberg, Rowohlt Verlag, Print: 12,99€, Et: 10.03.2017, Inhalt
  • „Eine Woche für die Ewigkeit“, Nina LaCour/David Levithan, Carlsen Verlag, Print: 16,99€, Et: 24.03.2017, Inhalt
  • „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“, S.J. Goslee, Dressler Verlag, Print: 16,99€, Et: März, Inhalt
  • „Kicker im Kleid“, David Walliams, Rowohlt Verlag, Print: 14,99€, Et: März
  • „Wie ein Himmel voller Seehunde“, Sara Lövestam, Rowohlt Verlag, Print: 12,99€, Et: Juli, Inhalt

Ich bin natürlich auch gespannt, was es Neues im Dead Soft Verlag und Cursed Verlag geben wird, so wie von Selfpublishern.

Am 07. Juli 2014 habe ich diesen Blog erstellt, um meine Leidenschaft für das Gaygenre mit anderen zu teilen. Dieses Jahr werden es also drei Jahre sein und da das meine Lieblingszahl ist, möchte ich einen kleinen Geburtstag feiern. Ihr dürft gespannt sein.

Desweiteren habe ich seit fast einem Jahr eine Art ..hm wie nennt man es nun.. Aktion/Projekt geleitet, welches in diesem beendet wird. Ich hoffe euch wird das Ergebnis gefallen, denn es ist etwas Einmaliges! Sobald alles abgeschlossen ist, werdet ihr mehr Erfahren :).

Und dann wird es natürlich viele Rezensionen geben, hoffentlich auch Interviews und wer weiß, was mir noch so über den Weg läuft.

Ich freue mich auf ein spannendes Jahr und hoffe ihr seid mit dabei!

Alles Liebe
eure Sarah

*Autoren vorgestellt* Alice Camden

Von ihrer Todessteintrilogie war ich (bin ich immer noch) richtig begeistert.Mittlerweile hat sie als Selfpublisherin zwei weitere Bücher, eines davon unter einem Pseudonym, herausgebracht. Danke an Alice Camden, dass sie sich meinen Fragen „gestellt“ hat :).

Autorenname/n: Alice Camden / Alex Summers
Lieblingstier: Katze
Lieblingsfarbe: Grün
Lieblingszeit zum Schreiben:Thereisnothingtowriting. All you do is sit down at a typewriter and bleed. (Ernest Hemingway) – Schreiben ist nicht schwer. Du musst dich einfach nur an die Schreibmaschine setzen und bluten.
Lieblingsort: London – Kew Gardens &Camden Town
Vorbild/er:Astrid Lindgren, Michael Ende, Kai Meyer . Eher meine Helden als meine Vorbilder
Schreibmotto: Die Welt braucht Geschichten


Wie alt warst du, als du deine erste/n Geschichte/n geschrieben hast?

Mit 17 habe ich zum ersten Mal eine Geschichte aufgeschrieben. Sie handelte von einer dicken Elfe – ich fürchte, sie hätte nur eine recht kleine Leserschaft gefunden ;). Aber der Elfenname war gut. Vielleicht verwende ich den mal.

 

Brauchst du Musik oder andere Geräusche zum Schreiben oder lieber Ruhe?

Da bin ich überempfindlich. Ich brauche absolute Ruhe beim Schreiben. Dann nervt mich schon eine schnarchende Katze im Zimmer. Gelegentlich trage ich sogar einen Schallschutzkopfhörer, wenn ich arbeite. Sonderbar, ich weiß.

 

Was bedeutet Schreiben für dich?

Schreiben, bzw. Geschichten zu erzählen, Welten zu erschaffen – ist für mich mehr als das kreative Mittel meiner Wahl. Es ist meine Möglichkeit, Menschen zu unterhalten und sie in andere Welten, andere Leben mitzunehmen.

 

Gibt es zu deinen Figuren real existierende Vorbilder?

Ja und nein. Es gibt nie den einen Menschen, an dem ich einen Helden ausrichte. Aber natürlich beeinflussen mich alle Begegnungen in meinem Alltag.

 

Wie bist du dazu gekommen homoerotische Bücher zu schreiben?

Mit Sicherheit hat es etwas mit mir zu tun. Etwas in mir hat einfach keinen Bezug zu Hetero-Liebesgeschichten aufgebaut und das ist bis heute so geblieben. Ich habe schon vor 20 Jahren Anne Rice und ihre Vampirromane gelesen und fand die Konstellationen ansprechend. Ich liebe es, Romance zu schreiben, bzw. Fantasy mit Romanceanteil, aber in meinem Kopf entstehen einfach nur schwule oder bi-sexuelle Helden. Es passiert einfach so.
Für den Erotikanteil in homoerotisch gilt das Gleiche.

 

Deine Todessteintrilogie ist einfach toll! Wie bist du zu dieser Geschichte gekommen? Wusstest du von Anfang an, dass es eine Trilogie werden wird?

Vielen Dank :). Ganz am Anfang wusste ich noch nicht, dass es eine Trilogie wird und sicher nicht, dass sogar noch weitere Geschichten folgen werden. Die Größe, die die Welt jetzt schon hat, überrascht mich selbst.
Ich wollte eine schwule Version von Rotkäppchen schreiben, weil ich Märchen liebe. Heute bin ich sehr froh, was daraus geworden ist und freue mich schon, weitere Geschichte aus dieser Welt zu erzählen.

 

Du hast eine Erotikgeschichte unter dem Pseudonym Alex Summers rausgebracht. Warum nicht unter deinem anderen Namen?

Meine Geschichten enthalten ja immer einen gewissen Anteil Erotik, aber unter Alex Summers schreibe ich mit einem höheren Erotikanteil, teilweise auch expliziter. Das ist im Grunde der Unterschied, den ich damit betonen wollte. Der nächste House of Paradise – Band wird wohl umfangreicher, auch im Storyteil, trotzdem wollte ich es abgrenzen. Ansonsten ist das Pseudonym ja offen und man weiß, dass ich das bin.

 

Hast du ein Lieblingspärchen?

Immer das nächste Paar;)
Kalen und Sami aus Band 2, Im Schatten der Todessteine – die beiden sind für mich schon ein ganz besonderes und ungewöhnliches Paar. Warum? Dazu muss man die Geschichte lesen.
Und aus ähnlich geheimnisvollen Gründen auch – Tylor & Casey aus meinem Buch – Steel Dragons, das im Frühjahr im Dead Soft Verlag erscheint. Mit diesen beiden haben wirklich gelitten und ihre Geschichte war in diesem Jahr plötzlich ein realer Teil meines Lebens. Wenn es an der Zeit ist, werde mehr darüber berichten.

 

Wer gestaltet die Cover deiner Bücher? Hast du Mitspracherecht was die Gestaltung angeht? Darfst du eigene Ideen mit einbringen?

Die tollen Cover meiner Verlagsbücher wurden bisher alle von Daylin Art gestaltet und ja, ich habe auf jeden Fall Mitspracherecht. Ich kann auch eigene Ideen einbringen. Der Bogenschütze auf dem Cover von Rabenkönig war z.B.  meine Idee.
Die Cover meiner Selfpublishing Projekte gestalte ich selbst. Covergestaltung ist ein Hobby von mir, in das ich viel Zeit investiere, damit mir und den Lesern das Ergebnis am Ende auch gefällt.

15388825_380243862312193_890995346_o

 

Selfpublisherin oder Verlagsautorin: Was macht dir mehr Spaß und warum?

Ich bin gerne Hybridautorin und möchte mich nicht entscheiden. Dass meine Fantasy ein Zuhause im Dead Soft Verlag gefunden hat und es dort im nächsten Jahr weitere Büche von mir geben wird, freut mich sehr. In allen Lektoraten konnte ich bisher viel lernen und denke, das wird auch in Zukunft so sein. Ich möchte mich natürlich weiterentwickeln.
Dafür nützt mir auch das Selfpublishing, weil ich einfach sehr viel arbeite, um in Übung zu bleiben und verschiedene Dinge ausprobieren zu können. Es ist für mich eine zusätzliche Möglichkeit, Geschichten zu erzählen und Menschen zu unterhalten.

 

Am 08.12. erscheint ein neues Buch von dir: „Der Duft von Zimtschnecken“. Worum geht es?

Sogar schon am 7.12 – wenn Amazon will 🙂
Es geht um Marius, einen jungen Architekten, der erschöpft und überarbeitet in der Weihnachtszeit ein Café betritt, wo er auf Nick, den gut aussehenden Besitzer trifft. Der scheinbare Hetero Marius und der schwule Nick haben keinen guten Start und Nick schließt sogar eine Wette ab, dass er Marius bis Weihnachten ins Bett bekommt.
Aber je mehr Zeit sie zusammen verbringen, desto mehr Gefühle entwickeln beide für einander und am Ende sind sie gar nicht so ungleich, wie sie dachten. Aber zwischen ihnen steht ja noch die Wette!
Und dann gibt es noch Liwi, ein Hundebaby, das ganz unverhofft in das Leben er beiden tritt – und über all dem rückt Weihnachten immer näher.

 

Die Geschichte spielt um Weihnachten rum. Wie ist dir die Idee dazu gekommen und wann hast du begonnen sie aufzuschreiben?

Die Zimtschnecken habe ich im Mai geschrieben, sehr weihnachtlich war es da noch nicht. Die Idee dazu kam mir auch etwa um diese Zeit. Manchmal reifen Geschichten lange in meinem Kopf, manchmal ist der Prozess auch kurz.

 

In der Geschichte geht es um Burn Out. Warum gerade dieses Thema?

Der kleine Workoholic in mir wollte gerne etwas zu diesem Thema schreiben und natürlich in Form einer Liebesgeschichte, mit viel Hoffnung und Romantik. Weil ich wirklich glaube, manchmal braucht es viel Hilfe und manchmal ist es wichtig, dass der eine Mensch daist?, damit man nicht völlig abrutscht – das ist auch Thema in dieser Geschichte.

 

Was ist deine Lieblingsszene? Oder hast du ein schönes Zitat aus diesem Buch?

Eine meiner Lieblingsszenen aus dem Buch hat etwas mit dem Hündchen und dem Weihnachtsbaum zu tun – die muss man selbst lesen;)
In deinem Buch gibt es auch ein Rezept für schwedische Zimtschnecken. Ist das ein erprobtes Rezept?

Ja!! Vielfach erprobt. 😊

 

Möchtest du jemandem Danken?

Vielen Dank an alle Leser, die mit meinen Jungs zusammen in fremde Leben und andere Welten abtauchen. Vielen Dank für die Unterstützung!

 

Auf welchen Plattformen kann man dir folgen?

Auf Facebook unter: https://www.facebook.com/camdenundsummers/
Auf meiner eigenen Webseite inkl. Newsletter: www.alicecamden.com
Man findet mich auch auf Twitter: @alice_camden und bei Instagram – Alice Camden

 

Worauf dürfen sich deine Leser demnächst noch freuen?

Im Frühjahr wird: Steel Dragons – eine urban Fantasygeschichte aus London – im Dead Soft Verlag erscheinen.
Dort wohnt ebenfalls schon eine Fantasynovelle aus der Todessteinwelt, die bald ins Lektorat wandert.
Und mein Gay SciFi Roman: Heart of Sky: Astrala – mit wilden (Space) Piraten und einem Ranger – wird auch im Dead Soft Verlag erscheinen.
Als SP Projekt möchte ich meine Geschichte Schmetterlingsliebe  gerne im Frühsommer veröffentlichen – die ist auch schon fertig und muss noch überarbeitet werden.
Und ein weiterer Band für House of Paradise ist ebenfalls in Planung für 2017.
Etwas nach hinten gestellt habe ich einen weiteren Roman aus der Todessteinwelt – weil das ein großes Projekt wird. Ggf. gehe ich das im Sommer an.

 

Möchtest du ein paar Worte an deine Leser richten?

Vielen Dank, dass ich euch unterhalten darf 🙂

*Autoren vorgestellt* Bianca Nias

Bianca Nias dürfte jedem mit ihrer Bruns Reihe ein Begriff sein. Heute habe ich ein Interview von ihr für euch, in dem sie auch kurz ihren neuen Roman „Der Date-Manager“ vorstellt.

Steckbrief:

Autorenname/n: Bianca Nias (meinen richtigen Namen, Bianca Asc15209233_1830867953861365_1545569861_nhenbrenner, kennen auch schon viele, die von mir Post bekommen haben, der ist auch nicht geheim). „Nias“ ist einfach eine Kombination aus meinem Mädchennamen und meinem jetzigen Familiennamen.
Lieblingstier: Nilpferd, Löwe
Lieblingsfarbe: blau, orange
Lieblingszeit zum Schreiben: Samstag- und Sonntagmorgen
Lieblingsort (zum Schreiben oder allgemein): Mein (häusliches) Arbeitszimmer
Wohnort (Stadt oder Bundesland): Elbtal, Hessen (ein 750-Seelen-Dorf am Rande des Westerwalds)
Hobbys (außer dem Schreiben): Lesen, meine Hunde, Fußball & American Football schauen
Vorbild/er: mein Papa
Schreibmotto: Was raus will, muss raus? Ran an die Tasten? *lach* Ich weiß nicht, ein richtiges Motto habe ich eigentlich nicht.

 

Wann hast du angefangen deine eigenen Geschichten zu schreiben?

Die Versuche, als 12 jährige eine Geschichte á la „Hanni und Nanni“ zu schreiben, zähle ich besser mal nicht mit :). Ich habe etwa in 2012 angefangen, „Tajo@Bruns_LLC“ aufzuschreiben, als mir eine gewisse Szene an einem Waldsee nicht mehr aus dem Kopf ging. Ich dachte eigentlich, wenn ich es aufschreibe und herauslasse, würden diese Bilder aus meinem Kopf verschwinden. Weit gefehlt. Seitdem wird es eher schlimmer.


Brauchst du Musik oder andere Geräusche zum Schreiben oder lieber Ruhe?

Ich brauche absolute Ruhe zum Schreiben. Daher ist meine bevorzugte Schreibphase am Wochenende, früh morgens bis in den Mittag hinein, wenn der Rest der Familie ausschläft.


Wie bist du dazu gekommen homoerotische Bücher zu schreiben?

Über meine Freundinnen Katja und Barbara bin ich erstmals mit dem Genre in Berührung gekommen – und lese seitdem selten etwas Anderes. Ich hatte daher auch zuerst Tajo und Marc im Kopf, alles Weitere hatte sich nach deren Zusammentreffen am Waldsee einfach entwickelt.


Was gefällt dir an diesem Genre?

Zum einen bin ich der Hetero-Liebesromane ein wenig überdrüssig. Dort gibt es bereits alle möglichen Konstellationen (schüchternes/taffes/quirliges Mädchen trifft Callboy/Millionär/Sportler etcetc …). Das Gay-Genre bot mir anfangs die Abwechslung, die ich suchte. Dazu kommt, dass die Romanfiguren oftmals nicht nur mit ihren Gefühlen, sondern auch mit ihrem Umfeld in Konflikt geraten – das macht die Storys wesentlich interessanter und tiefgründiger. Es bietet Raum für Dramen, für innere Konflikte, für Konfrontationen, Missverständnisse, Herzschmerz und Happy Ends.


Wenn du mal nicht am Schreiben bist, was machst du dann?

Überwiegend arbeiten. Ich habe einen ganz normalen 42-Stunden-Job und verbringe zudem 10 Stunden in der Woche auf der Autobahn, da ich einen langen Weg zu meiner Arbeitsstelle im Rhein-Main-Gebiet habe. Neben den üblichen Alltagsdingen wie Einkaufen und Kochen bleibt wenig Zeit für andere Hobbies. Entspannen kann ich am besten mit einem guten Buch auf der Couch, während mein Mann Fußball guckt.


Was bedeutet das Schreiben für dich?

Hauptsächlich bedeutet es für mich Entspannung und Freude. Es ist Ausdruck meiner Kreativität und da ich weder singen noch tanzen oder malen kann, blieb mir nur das Schreiben (seid froh, alles andere wollt ihr von mir auch nicht zu sehen bekommen :)). Mittlerweile ist es aber auch zugegebenermaßen etwas, über das ich mir Bestätigung holen kann. Bei meinem Brotjob als Finanzbeamtin sagt mir selten jemand „Den Fall haben Sie aber toll gelöst“ oder „Der Steuerbescheid ist wirklich schön geworden“ *lach*. Klar, die Rezensionen und das Feedback zu meinen Büchern geben mir unwahrscheinlich viel zurück, dafür nehme ich gerne alle Mühen auf mich.


Du bist nicht nur Verlagsautorin sondern auch Selfpublisherin. Was macht dir mehr Spaß und warum?

Beides ist gleichermaßen aufregend und macht Spaß. Während ich beim Verlag natürlich sehr viel abgenommen bekomme, was die Veröffentlichung angeht, muss ich bei den eigenen Projekten zusehen, wie ich sie anständig hinbekomme. Das geht nicht ohne Hilfe, die ich zum Glück von meinen Freunden bekomme, die mir beim Coverdesign, Lektorat und Korrektur zur Seite stehen. Ob jetzt Verlagsbuch oder Selfpublishing-Projekt: In den Büchern steckt ein Haufen Arbeit und Herzblut von vielen Leuten, bevor sie in die Welt hinaus entlassen werden, was ich als Leserin zuvor nicht vermutet hatte.


Du möchtest deine Navy Seals Reihe im neuen Buchformat drucken lassen. Warum?

Mit der Qualität der über Amazon produzierten Taschenbücher war ich nie wirklich zufrieden. Außerdem hat es sich ergeben, dass ich im März 2017 als Selfpublishing-Autorin meine Navy-Seals-Reihe am Stand des Deadsoft-Verlags mit ausstellen darf. Das wiederum bringt es mit sich, dass ich die Taschenbücher in einer „richtigen“ Druckerei nochmals auflegen lassen werde, um sie dort am Stand verkaufen zu können. Das wäre mit den Amazon-Büchern sowohl wegen der ISBN-Nummer als auch von den Kosten her (die Messebuchhandlung bekommt 38% Tantieme) nicht möglich. Aus dieser „Not“ heraus ist die Idee geboren worden, Band 1 und 2 der Navy Seals als Sammelband, als Specialedition, neu auflegen zu lassen. Zudem werde ich die Kurzgeschichten der Bruns nun endlich in einem Taschenbuch zusammenfassen, das hatte sich bislang einfach noch nie wirklich gelohnt.


Dein erstes Buch war „Tajo@Bruns­_LLC: Das Herz des Löwen“. Wie kam dir die Idee zu dieser Geschichte? Und wusstest du gleich, dass es eine Reihe werden wird?

Die Idee war einfach eines Tages da und wollte irgendwie raus. Inspiriert wurde ich sicherlich von der Reihe „Lions“ von G.A. Aiken, die ich zuvor gelesen habe. Aber ich wusste wirklich nicht, dass es eine Reihe werden würde, das war anfangs eigentlich nicht beabsichtigt. Nur hatte sich der Handlungsbogen, der Konflikt mit ShirkouSoran, zum Ende des Buches hin noch nicht geschlossen. Erst in den letzten paar Zeilen des Buches (beim Gespräch zwischen Keyla und Marc) wurde mir klar: Okay, das Liebespaar hat sich gefunden, ich habe ein Happy End – aber da fehlt noch etwas, es muss weitergehen. Aus der Story heraus hat sich das auch bereits angedeutet: Auch Jonathan braucht einen Partner. Das war dann der Moment, in dem ich mich fragte, ob Devon wirklich zu ihm passt … und die Idee zu Band 2 war geboren. Selbst wenn niemand „Tajo“ hätte lesen wollen und dies meine einzige Veröffentlichung geblieben wäre – zumindest den Band 2 hätte ich allein für mich selbst geschrieben.


Wer ist dein Lieblingspärchen?

Das ist eine schwierige Frage. Marc und Tajo fühle ich mich nach wie vor sehr verbunden, weil sie eben von Anfang an da gewesen waren. Aber jedes andere Paar hatte auch seinen Reiz. Jonathan liebe ich wegen seiner etwas verpeilten Art (bis der etwas bemerkt … :)), Daniel und Ric haben mir am meisten Spaß gemacht, mit Devon habe ich fürchterlich gelitten und ihm mit Siku seinen persönlichen Retter an die Seite gestellt, mit Wesley & Björn habe ich ein Herzensprojekt (das Coming Out eines Sportlers) verwirklicht, in Keyla steckt unwahrscheinlich viel von mir selbst und mit Joss und Dion habe ich zuletzt meine komödiantische und romantische Muße befriedigt :). Alle Protagonisten haben immer etwas Besonderes und liegen mir am Herzen.


Am 31.10. erschien dein neustes Buch „Der Date-Manager“. Hast du auch schon mal eine Dating Agentur in Anspruch genommen?

Nein *lach*. Ich habe meinen Mann schon sehr früh kennengelernt, weil er der beste Freund meines Schwagers war, auch wenn wir erst später zusammengekommen sind. Gefunkt hat es bei uns auf der Hochzeit meiner Schwester (fürchterlich romantische Geschichte), damals war ich gerade erst 19 Jahre alt. Seitdem sind wir unzertrennlich und sind nunmehr seit 25 Jahren zusammen, davon seit 20 Jahren glücklich verheiratet.


Was hat dir beim Schreiben besonders Spaß gemacht?

Beim Date-Manager? Die Story habe ich ganz bewusst auf die locker-leichte Schiene angelegt, denn ich brauchte nach den ganzen Dramen einfach mal etwas Entspanntes fürs Herz. Das Buch soll lediglich Freude machen, den Leser zum Lachen bringen. Gerade an einem solchen Skript zu arbeiten macht riesig viel Spaß. Ich musste mich echt beherrschen, nicht sämtliche Szenen vorab in der Gruppe „Bruns Family &Friends“ zu posten, um den anderen sofort mitzuteilen, worüber ich mich gerade köstlich amüsiere.


Wer ist dein Lieblingscharakter und warum?

Oh je. Noch so eine schwierige Frage. Mit Marc und Keyla fühle ich mich sehr verbunden, in den beiden steckt ganz viel von mir selbst drin. Mit Tajo habe ich meinen persönlichen Traummann kreiert. Aber ich liebe eigentlich vor allem die vielschichtigen, schwierigen Charaktere. Daniel, den Spaßvogel, der mir jedoch mitten im Schreibprozess so eine ganz andere, melancholische und verletzte Seite gezeigt hat. Devon, dem das Schicksal mächtig eins reingewürgt hat, aber der im Herzen immer ein Kämpfer bleibt. Cayden, der zum ersten Mal aus sich heraus kommt. Momentan ist es Jordan Cummings, der Puma, der mich erstmals richtig in sich hineinschauen lässt und der mich echt umgehauen hat …


Was ist deine Lieblingsszene? Oder hast du ein schönes Zitat?

Da gibt es mittlerweile viele Lieblingsszenen. Oftmals sind es die, die ich gar nicht so geplant habe, die sich einfach so entwickeln und die mich selbst verblüffen, nachdem ich sie niedergeschrieben habe. Wie diese hier aus „Devon@Bruns_LLC: Wolfsblut“:

Devon sah ihn weiterhin ernst an und runzelte nur leicht die Stirn. »Bei Entscheidungen gibt es kein ›richtig‹ oder ›falsch‹. Sie sind einfach Wege, für die wir uns entscheiden, Richtungen, die wir in unserem Leben einschlagen. Jede neue Richtung kann direkt in unseren Untergang, aber auch zu einer ungeheuren Chance führen.« Er lachte rau auf. »Wer sagt dir denn, dass deine Entscheidung falsch war? Vielleicht wäre das Ganze genauso in der Katastrophe geendet, wenn du auf mich gehört hättest?«

Eine Zeitlang schwieg Siku, dann seufzte er unterdrückt auf. »Aber ich habe einen Fehler gemacht, für den du letztendlich bezahlt hast und Old Bear sein Leben gelassen hat«, beharrte er stur.

Devon schmunzelte nur und umfasste mit beiden Händen Sikus Gesicht. »Wir alle machen Fehler. Aber es ehrt dich, dass du versuchst, deine Fehler auszubügeln. Und da du dich nicht in meiner Schuld fühlen solltest, weiß ich einen Weg, wie du das ganz einfach wieder gutmachen kannst.«

Misstrauisch starrte Siku ihn an. Was mochte jetzt schon wieder hinter Devons Stirn vorgehen?

»Was für einen Weg?«, wagte er nachzufragen.

»Küss mich noch einmal – und wir beide sind quitt.« Aus Devons blauen Augen blitzte der Schalk und Siku stöhnte frustriert auf. Da war sie wieder, Devons flapsige Art, die ihn stets auf die Palme brachte.

»Willst du mich verarschen?«, schnauzte er den Wolf brüskiert an. »Das ist doch Bullshit! Man kann doch nicht mit einem Kuss … hmpf …«

Weiter kam er nicht. Devon reckte sich zu ihm hoch und drückte seinen Mund fest auf seinen, eroberte diesen sofort mit seiner Zunge und küsste ihn heftig. Für einen Moment lang war Siku wie erstarrt, sein Herz setzte offenbar einen Schlag aus, jedenfalls raste es plötzlich in doppelter Geschwindigkeit wieder los. Automatisch begann er, den Kuss zu erwidern, ihm mit gleicher Stärke zu begegnen.


Wer hat das Cover gestaltet?

Unterschiedlich. Die Cover der Bruns-Reihe stammen alle von Toni Kuklik (T.K. Arts), die von „Bulls Eye“ und dem „Date-Manager“ von Irene Repp (Daylin Art) und die der Navy Seals von Michaela Görg (Rigor Mortis/Coverpfusch).

15218241_1830869327194561_1322503627_n


Hattest du selber eine Vorstellung vom Cover und konntest du diese mit einbringen?

Bei Tajo hatte ich noch gar keine Ahnung und keine Vorstellung und war bereits vom ersten Entwurf von Toni derart von den Socken, dass daran auch nichts mehr geändert wurde. Beim Deadsoft-Verlag wird dem Autor immer sehr viel Mitspracherecht eingeräumt, auch bei den Cover. Ich kann dort sowohl eigene Bilder vorschlagen als auch mein Veto einlegen oder Verbesserungswünsche anbringen, auf die dann eingegangen wird. Bei meinen Selfpublishing-Projekten ist es die arme Micha, die tapfer versucht, meine Ideen umzusetzen. Das ist dann oft ein langer Prozess mit vielen PNs, die hin- und hergehen. Mehr Farbe, den Tiger im Hintergrund größer, nein kleiner, den Typ doch lieber weiter links, die Schriftart …


Möchtest du jemandem Danken?

Oh ja, gerne. Ich danke *räusper, Zettel herausholen*

  • dem Deadsoft-Verlag, allen voran Simon Rhys Beck, der mir erstmals die Chance gab und auch die ersten vier Bände selbst lektoriert und geduldig mit mir daran gearbeitet hat
  • meiner Freundin Susanne Scholze, die seit einiger Zeit mit viel Engagement meine Texte lektoriert und mit jeder Menge Fingerspitzengefühl so bearbeitet, dass aus einem guten Skript ein tolles Buch wird
  • meiner Freundin Michaela Görg, die viel Zeit, Arbeit, Liebe und Detailversessenheit in die Cover steckt
  • meinen Freundinnen Doris Lösel und Ramona Gutbrod, die mir bei der Endkorrektur zur Seite stehen
  • meinen Freunden in der Facebook-Gruppe „Bruns Family &Friends“, die mich mit ihrem Feedback motivieren, beraten und unterstützen
  • meiner Familie, die sich mittlerweile an meine kleinen Verrücktheiten gewöhnt hat
  • allen meinen Lesern, die meine Bücher kaufen, denn ohne sie würde es keinen Grund geben, sich in jeder freien Minute an den PC zu setzen und neue Ideen auszuarbeiten
  • und natürlich dir, Sarah, für die tollen Fragen 🙂


Worauf dürfen sich deine Leser demnächst noch freuen?

Pünktlich zu Heiligabend soll die diesjährige Weihnachtsgeschichte der Bruns (Rescue@Bruns_LLC: Lion lost at Christmas) erscheinen. Derzeit habe ich schon mit dem dritten Band der Navy Seals begonnen, die den Titel „Operation Icebreaker“ haben wird (geplanter VÖ-Termin März 2017). Und danach, was allerdings noch in weiter Ferne ist, ist ein fünfter Band der Bruns-Reihe geplant, etwa für den Spätsommer oder Herbst 2017. Nicht zu vergessen, dass ich zwischendurch auch noch vorhabe, mit Susann Julieva am „Werwolf von Nebenan“ weiterzuschreiben. Also, da kommt in regelmäßigen Abständen immer wieder etwas Neues von mir.


Auf welchen Plattformen kann man dir folgen?

Meistens teile ich mich über Facebook mit, das läuft bei mir auch während dem Schreiben nebenher. Außerdem habe ich auch einen Twitter-Account, bei dem ich allerdings eher seltener etwas zu zwitschern habe. Auch über meine Homepage http://www.biancanias.de kann man Kontakt mit mir aufnehmen, sich dort über aktuelle Projekte informieren oder meinen Blog besuchen.


Möchtest du ein paar Worte an deine Leser richten?

Gerne.

Ich danke euch, den Lesern, dass ihr meine Bücher kauft und ich weiß, dass ihr oft monatelang und sehnsüchtig auf einen neuen Teil der Bruns, der Navy Seals oder auf etwas Anderes aus meiner Feder wartet. Wobei ich natürlich wieder beim Thema bin: Bitte hinterlasst mir ein Feedback, möglichst eine Rezension auf Amazon zu dem Buch, das ihr gelesen habt. Diese Rezensionen sind für uns Autoren nicht nur verkaufsfördernd, sondern sie stellen einen wichtigen Teil des Lohns für unsere Mühen dar. Es ist schade, dass kaum 2% der Käufer meiner Bruns-Reihe auf diesem Weg hinterlassen haben, was sie von den Büchern halten. Aber ohne diese Rezensionen würde es uns Autoren sonst vorkommen, als würden wir in unseren stillen Kämmerlein in einen luftleeren Raum hinein schreiben (um es mit den Worten meiner Freundin Savannah Lichtenwald auszudrücken).

Also, bitte hinterlasst ein paar Sätze zu den Büchern, ich selbst und alle anderen Autoren werden es euch von Herzen danken. Das muss keine ausgearbeitete Buchbesprechung sein, es genügen ein paar Sätze, was einem am Buch gefallen hat.

Ich möchte bei Bianca Nias bedanken, die sich die Zeit genommen hat, die Fragen so ausführlich zu beantworten :).

*Autoren vorgestellt* Juliane Seidel

So ganz stimmt die Überschrift ja nicht ;). Juliane ist nicht nur Autorin, sondern auch Bloggerin und für ihre vor kurzem erschienene Anthologie, war sie sogar Lektorin.
Was ihr davon am meisten Spaß macht und wie es zu ihrer Anthologie kam, könnt ihr jetzt nachlesen :).

Steckbrief

juliane-seidel-1

Foto von Cassy Krammer


Autorenname/n:
Juliane Seidel
Lieblingstier: Fischotter
Lieblingsfarbe: rot, bordeaux
Lieblingszeit zum schreiben: immer, wenn ich Zeit habe, zumeist abends
Lieblingsort (zum schreiben oder allgemein): mein Büro
Wohnort (Stadt oder Bundesland): Wiesbaden
Hobbys (außer dem Schreiben): Lesen, Organisieren von Veranstaltungen/Messen, Filme

 


Du bist Autorin, Bloggerin, Lektorin und Veranstalterin. Gibt es etwas was dir besonders Spaß macht?

Ehrlich gesagt, macht mir alles Spaß, wobei ich zugeben muss, dass mir das Lektorieren am wenigsten zusagt. So wirklich aktiv mache ich das auch nicht – lediglich für die „Like a Dream“- Anthologie habe ich mich ans Lektorieren der einzelnen Geschichten gemacht. Ansonsten liebe ich das Veranstalten und (Mit)Organisieren von Veranstaltungen – davon kann ich nur schwer lassen. Deswegen tanze ich auch auf verschiedenen Hochzeiten und bin Mitglied des Homonale Film-Teams und Hauptakteur beim schwullesbischen Lesefestival QUEER gelesen.
Das Schreiben ist egal wie meine größte Leidenschaft – ich liebe es Geschichten zu erzählen, wenngleich ich dafür nur begrenzt Zeit habe. Und da Bloggen in gewisser Weise auch Schreiben bedeutet (und sei es nur in Form von Rezensionen und Artikeln) mag ich das mindestens genauso sehr. Ansonsten wäre meine Seite im März wahrscheinlich nicht 15 Jahre alt geworden 😉

 

Wann hast du angefangen deine eigenen Geschichten zu schreiben?

Das ist ewig her – zumindest fühlt es sich so an. Ich habe schon als Jugendliche Geschichten zu Papier gebracht (damals noch mit Papier und Stift), später bin ich natürlich dann zum PC gewechselt und habe sie dort getippt. Ich denke, ich hab vor gut 20 Jahren angefangen, um einen Ausgleich zur Schule (später zum Studium) zu schaffen. Mein Kinder- und Jugendbuchprojekt „Assjah“ stammt aus dieser Zeit, ebenso ein Gay Projekt, dass ich angefangen habe, als ich über Yaoi/Shonen-Ai gestolpert bin: „Limit Control“. Die Geschichte hab ich online veröffentlicht und in Teilen sogar als Manga umgesetzt.

 

Brauchst du Musik oder andere Geräusche zum schreiben oder lieber Ruhe?

Ich bin jemand, der Ruhe braucht, da mich Musik zumeist ablenkt. So geht es mir auch beim Lesen. Einzige Ausnahme sind klassische Musik und Soundtracks, sprich rein instrumentale Musik – so lange kein Text dabei ist, kann ich Musik beim Schreiben hören, alles andere lenkt mich zu sehr ab.

 

Du hast Bücher im Verlag rausgebracht und als Selfpublisher. Was gefällt dir besser? Warum?

Ich habe sowohl im Verlag veröffentlicht, als auch als Selfpublisher. Ich persönlich mag die Zusammenarbeit mit einem Verlag mehr – das hat auch etwas damit zu tun, dass es immer toll ist, wenn ein Verlag so viel Vertrauen in ein Projekt hat, dass er es in sein Programm mit aufnimmt. Das ist einfach ein schönes Gefühl. Sicherlich hat man dann einige Einschränkungen – beim Cover, der Gestaltung und ggf. der genretechnischen Einordnung, aber man hat dafür auch nicht die Kosten und die vielen Risiken, die eine Veröffentlichung mit sich bringen kann. Es hat beides seine Vor- und Nachtteile. Im Gay Genre mag der Weg als Selfpublisher der Richtige sein (gerade weil die Gewinnspanne im SP-Bereich größer ist), im Kinderbuchbereich würde ich eher davon abraten – da braucht man einfach einen Verlag, der das Buch an den passenden Stellen platzieren kann.

 

Warum hast du dich entschieden über homosexuelle Literatur zu bloggen?

Ehrlich gesagt, kam ich eher im Lauf der Zeit dazu. Als ich „Like a Dream“ Anfang 2001 ins Leben rief, widmete sich die Seite Yaoi und Shonen-Ai – Mangas, denn zu dieser Zeit gab es in Deutschland noch gar keine Plattformen dafür – dieses Genre war den meisten unbekannt. Ich selbst bin durch einen Artikel in der AnimaniA auf Shonen-Ai (dt. „Jungenliebe“) aufmerksam geworden und war fasziniert von Geschichten, die die Liebe zwischen zwei Männern thematisierten. Im Jahr 2000 erschien mit „Zetsuai – since 1989“ schließlich der erste Shonen-Ai Manga in Deutschland bei Carlsen und ich war begeistert. Kurz darauf entstand „Like a Dream“, wo ich zunächst Mangas vorstellte. Später kamen Animes und Artbooks dazu, schließlich auch Bücher, Filme und Interviews und zu guter Letzt wagte ich den Sprung zu lesbischer Kunst. Im Laufe der Jahre wandelte sich „Like a Dream“ immer mehr, da mein Interesse an Mangas ab- und ich lieber Romane und Buchreihen in die Hand nahm. So wurde aus der alten Yaoi/Shonen-Ai Seite ein Blog, der hauptsächliche über queere Literatur bloggt.

 

Dein Blog ist dieses Jahr 15 Jahre alt geworden. Was hat sich seit dem verändert? Hat sich was verändert?

Natürlich hat sich eine Menge verändert. Vieles habe ich oben bereits geschrieben – ich bin mehr und mehr von den Mangas weggekommen und habe mein Herz für Romane entdeckt (Interessen ändern sich halt im Laufe der Zeit ;)). Auch optisch hat sich die Seite mehrfach gravierend gewandelt – zuletzt vor einigen Jahren als aus der Portalseite ein Blog wurde, damit ich schnelle rund effektiver bloggen und rezensieren kann. Das Portal existiert im Grunde immer noch, da ich keine Luft habe über 400 Rezensionen auf meinen Blog zu übertragen. Deswegen gehen viele alte Rezensionen im alten Layout der Seite auf.

 

Was machst du wenn du mal nicht bloggst, schreibst oder eine Veranstaltung planst?

Ganz klar – Pen&Paper Rollenspiel oder Filme schauen. Das mache ich beides wahnsinnig gerne, wobei ich beim Rollenspiel immer von meiner Frau Tanja abhängig bin, die eigentlich alle Runden leitet, in denen ich aktiv dabei bin – sprich ich muss warten, wie sie Zeit hat und da sie ebenfalls schreibt und organisiert …

 

Was sind deine Lieblingsbücher?

Da ich viel lese, habe ich natürlich auch mehrere Lieblingsbücher – sowohl im Gay-Bereich, als auch unter den Kinder- und Jugendbüchern. Zu meinen all-time-favourites zählt „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak, denn sein Stil ist einfach atemberaubend schön und die Geschichte geht einfach nur ans Herz; „Adrian Mayfield“ von Floortje Zwigtman – eine wundervoll lebendige Geschichte, die in England zur Zeit von Oscar Wilde spielt und diese Epoche lebendig werden lässt; und „Bruder“ von Ted van Lieshout, das in Deutschland zu Unrecht sehr unbekannt ist, obwohl es mit mehreren Preisen überschüttet wurde. Auch die Werke von David Levithan („Two Boys Kissing“) und Patrick Ness („Sieben Minuten nach Mitternacht“) schätze ich sehr.

Vielen von den genannten Büchern haben schwule Helden – ich habe ein Faible für queere Jugendbücher. Im Bereich Gay Romance bzw. schwuler Romane für Erwachsene liebe ich Tanja Meurers „Die Seelenlosen“, weil dieser Fantasy herrlich anders ist, als die üblichen High Fantasy-Geschichten, die eher in einer mittelalterlichen Epoche angesiedelt sind, während „Die Seelenlosen“ klar barocke Elemente hat und zudem mit Steampunk punkten kann. Ansonsten liebe ich Jobst Mahrenholz‘ Roman „Haus aus Kupfer“, das mich auf eine Art und Weise berührt hat, wie selten ein Buch und von dem ich noch heute die Schlussworte zitieren kann J. Zu guter Letzt will ich noch C.S. Pacats „Captive Prince“ nennen, das mich auf ungeahnte Art und Weise gefangen genommen hat und Lynn Flewellingsfantastische „Nightrunner“- Serie, die leider nie ihren Weg nach Deutschland gefunden hat – vollkommen zu Unrecht, meiner Meinung nach!

 

Am 22.10. wird die Benefizanthologie „Like a Dream“ erscheinlike-a-dream-1en, deren Herausgeberin du bist. Worum geht es in der Anthologie?

Die Anthologie enthält Kurzgeschichten zum Thema
„Wünsche, Träume, Hoffnungen“, die von insgesamt
15 Autor*innen verfasst wurden. Jeden der
teilnehmenden Schreiberlinge kenne ich entweder
privat oder ich liebe die jeweiligen
Geschichten und Bücher. Ich bin sehr glücklich,
dass ich eine solch bunte und
abwechslungsreiche Kurzgeschichtensammlung
herausbringen konnte,
denn der Leser kann sich auf eine wirklich schöne Mischung freuen – von fantastischen und unheimlichen Geschichten, über Dramen und sanften Liebesgeschichten bis hin zu witzigen Episoden ist alles dabei :).

 

Wie bist du auf die Idee gekommen eine Anthologie herauszubringen?

So genau weiß ich das ehrlich gesagt gar nicht mehr – es kam in einem Gespräch mit meiner Frau auf, als wir darüber nachdachten, wie man den Geburtstag meines Blogs gebührend feiern könnte. Ich habe über einen ganzen Geburtstagsmonat nachgedacht (der letztendlich auch umgesetzt wurde) und schließlich auch über eine Anthologie, an denen Autor*innen und Zeichner*innen teilnehmen sollten, die ich kenne oder sehr schätze (dank meiner Rezensionstätigkeit und der Organisation von QUEER gelesen habe ich viele Bekanntschaften geschlossen). Ursprünglich sollte die Anthologie aus 15 Geschichten bestehen (wegen der 15 Jahre Like a Dream), die von 15 Zeichnern mit einem Einzelbild illustriert werden. Da ich aus dem Manga-Bereich komme, meine Seite früher tief mit der Mangaszene verwurzelt war und vor vielen Jahren einen Zeichnerverein auf die Beine gestellt habe, hatte ich gehofft dafür ebenfalls 15 Künstler*innen gewinnen zu können – leider gab es dahingehend jedoch viele Absage, so dass ich letztendlich davon Abstand nehmen musste. Lediglich Tanja Meurer hat ihre Kurzgeschichte „Bruderliebe“ illustriert, so dass im Taschenbuch zu ihrer Geschichte eine passende Illustration zu finden ist.

 

Wie bist du auf die Autoren gekommen? Hast du eine Ausschreibung gemacht oder sie explizit angesprochen?

Ich habe die 15 Autor*innen explizit angesprochen und nach einer Geschichte bzw. ihrer Teilnahme gefragt. Dabei bin ich nach persönlichen Vorlieben gegangen, sprich ich habe die Autor*innen angeschrieben, deren Geschichten mir gefallen. Eine Ausschreibung wäre mir zu aufwendig gewesen, da ich dann noch mehr Beiträge hätte lesen müssen und ich nur begrenzt Zeit gehabt habe. Daher habe ich von vornherein festgelegt, wer mitmacht und die entsprechenden Leute angeschrieben.

like-a-dream-autoren

 

Wie lange hat es von der Idee bis zur Fertigstellung gedauert?

Die Idee zur Anthologie kam im Februar auf – als ich den Geburtstagsmonat plante. Daraufhin habe ich Autor*innen und Zeichner*innen angesprochen und bei ihnen nachgefragt. Es gab Absagen und Zusagen – bis schließlich 15 Autoren feststanden. Dann hatten die Schreiberlinge bis Ende August Zeit, ihre Geschichten einzureichen. Ich habe die Beiträge lektoriert, das Lektorat übernahmen andere Autoren aus der Gruppe und schließlich wurde das Buch von Chris P. Rolls fertiggestellt, die den Satz vom Taschenbuch und die Erstellung des eBooks übernommen hat. Letztendlich war das Buch eine Woche vor Veröffentlichung fertig, sprich insgesamt hat die Anthologie fast 9 Monate von der ersten Idee bis zur Fertigstellung gedauert, wobei die letzten Wochen natürlich am arbeitsintensivsten waren.

 

Wie war die Zusammenarbeit mit den Autoren?

Die Zusammenarbeit war sehr facettenreich – sowohl angenehm als auch stressig, lehr- und abwechslungsreich und wahnsinnig inspirierend. Es war eine tolle Sache, so viele verschiedene Projekte von Anfang an kennenzulernen und mit den Autor*innen an ihren Texten zu arbeiten. Dabei habe ich viel gelernt und natürlich auch die anderen kennengelernt. Es ist ein tolles Gefühl jetzt das Produkt unserer Zusammenarbeit in den Händen zu halten und in die Welt hinaus zu lassen.

 

Hast du eine Lieblingsgeschichte?

Das ist eine gemeine Frage. Wenn ich jetzt eine Geschichte wählen würde, würde ich 14 Autor*innen enttäuschen. Daher sage ich nur soviel – jede Geschichte ist toll und für mich etwas Besonderes. Letztendlich macht es die Mischung, denn nur so können die einzelnen Kurzgeschichten wirken. Deswegen mag ich jeden Beitrag, in den die Autor*innen ihr Herzblut gesteckt haben, um die Anthologie zum Leben zu erwecken 😉

 

Das Cover der Anthologie sieht wirklich toll aus! Wie bist du auf die Designerin Cassandra Krammer aufmerksam geworden?

Ich habe bereits für meine Urban Fantasy Trilogie „Nachtschatten“ mit Cassy zusammengearbeitet, daher war der Schritt, sie zu fragen, nur logisch. Ich mag ihre Cover und Buchumschläge und weiß, dass sie auch in LBGT-Bereich sehr aktiv und engagiert ist. Deswegen war die Zusammenarbeit mit ihr perfekt –sie hat unterschiedliche Vorschläge gemacht, die in der Gruppe mit allen Autor*innen besprochen wurden. Letztendlich hat man sich mehrheitlich für das farbenfrohe Cover entschieden, dass die Anthologie jetzt ziert.

 

Es handelt sich um eine Benefizanthologie. An wen geht der Erlös? Warum gerade dahin?

Der Erlös geht komplett an das Mainzer LSBTI-Zentrum „LBSK e.V.“, die mit der „Bar jeder Sicht“ einen tollen Treffpunkt für queere Gruppen geschafft haben und sich für unterschiedliche Projekte engagiert. Darüber hinaus finden in der Bar viele interessante Veranstaltungen und Vorträge statt – Filmvorführungen, Lesungen und Konzerte. Auch das Team von QUEER gelesen arbeitet eng mit den engagierten Mitarbeitern vom „LBSK e.V.“ zusammen, so dass es nahe lag diesen Verein mit den Einnahmen zu unterstützen – ich kenne die Ehrenamtler, finde ihr Engagement toll und bin der Meinung, dass die „Bar jeder Sicht“ Spenden gut gebrauchen kann, um verschiedene Projekte zu unterstützen – von queeren Flüchtlingen, Jugendhilfen über Elterngruppen bis hin zu Stammtischen verschiedener Gruppierungen. Auch hinsichtlich der Aufklärungsarbeit, die der „LBSK e.V.“ leistet, sind die Einnahmen dort an der richtigen Adresse.

 

Wo kann man die Anthologie kaufen?

Die Anthologie gibt es überall zu kaufen – als eBook kann man sie in den nächsten Tagen in nahezu allen Shops erwerben (Amazon, Thalia, Hugendubel, Weltbild, etc.). Das Printbuch ist nur auf Amazon erhältlich oder auf den üblichen Messen, auf denen die teilnehmenden Autor*innen als Aussteller anwesend sein werden.

 

Möchtest du jemanden Danken?

Mit Freuden –ich bedanke mich bei allen teilnehmenden Autor*innen, denn ohne sie gäbe es diese wundervolle Anthologie nicht; bei Chris P. Rolls, denn ohne sie wären weder eBook noch Printbuch rechtzeitig zur Gay Book Fair fertig geworden, wo das Buch erstmals präsentiert wurde; und natürlich meiner Frau Tanja Meurer, die mir in den letzten Wochen und Monaten den Rücken freigehalten hat, um die Geschichten zu lektorieren und für die Veröffentlichung fertig zu machen.

Zu guter Letzt gilt mein Dank allen Lesern und Besuchern meines Blogs – ohne euch gäbe es „Like a Dream“ nicht seit 15 Jahren und damit auch keinen Geburtstag, der letztendlich die Anthologie hervorbrachte 🙂

 

Auf was dürfen wir uns demnächst von dir freuen?

Von mir wird es wahrscheinlich den letzten Band meiner „Nachtschatten“-Trilogie geben (ich hoffe, dass „Unbezwingbar“ im Frühjahr 2017 auf den Markt kommen kann), mit etwas Glück kommt vorher aber ein Spin-Off zu „Nachtschatten“ heraus, in dem es um Cionaodh geht, der in der Hauptreihe immer ein wenig zu kurz kommt. Der Kurzroman entstand ursprünglich für den Ueberreuter Wettbewerb geschrieben habe. Da ich leider nicht zu Gewinnern zähle, werde ich „Fuchsgeister“ in den nächsten Monaten im Eigenverlag herausbringen.
Ansonsten beteilige ich mich mit einer Kurzgeschichte an einer weiteren Benefizanthologie, für die sich dieses Mal Swantje Berndt verantwortlich zeigt.

Sobald diese Projekte alle fertig sind, hoffe ich mich an mein queeres Jugendbuch setzen zu können, an das ich seit einiger Zeit plotte und dass mich erstmals in realistische Gefilde führen wird.

 

Auf welchen Plattformen kann man dir folgen?

Am aktivsten bin ich auf Facebook (https://www.facebook.com/Assjah) und meiner eigenen Homepage (www.juliane-seidel.de). Ich bin zwar auch in diversen Foren und Twitter angemeldet, doch bin ich dort nicht sonderlich aktiv. Daher empfiehlt es sich am meisten, meinem Blog zu folgen, oder meine Facebook-Fanpage im Blick zu behalten.

 

Möchtest du ein paar Worte an die Leser richten?

Ich bedanke mich bei allen, die mich in den vergangenen Jahren unterstützt und Like a Dream so lange die Treue gehalten haben. Es ist einfach wunderschön, mit euch zusammen seit über 15 Jahren die verschiedensten Bücher, Mangas, Comics und Filme zu entdecken. Ich hoffe sehr, dass euch die Anthologie „Like a Dream“ und die Träume der teilnehmenden Autor*innen gefallen.

 

Ich möchte Juliane noch mal vielmals für das Interview danken, dass sie sich trotz Stress die Zeit genommen hat, meine Fragen so ausführlich zu beantworten.
Wer noch mehr über die Anthologie wissen möchte, sollte auf Julianes Blog „Like a Dream“ vorbei schauen 🙂

*Autoren vorgestellt* Chris P. Rolls

Heute erscheint der neue Gay Fantasy Roman von Chris P. Rolls. Zu diesem Anlass durfte ich sie interviewen und ihr erfahrt ein wenig über ihr neues Buch.

Steckbrief:14489054_1260694170617869_1195226560_o

Autorenname: Chris P. Rolls
Lieblingstier: Pferd
Lieblingsfarbe: türkis
Lieblingszeit zum schreiben: immer
Wohnort: Mecklenburg Vorpommern
Lieblingsort: Zum Schreiben? Auf der Pferdeweide.
Hobbys (außer dem Schreiben): Miniaturen, malen, reiten, Bogenshcießen
Vorbild/er: Melanie Rawn, Lynn Flewelling, Orson Scott Card,
Schreibmotto: Solange es Spaß macht, kann man über alles schreiben.

 

Wie alt warst du, als du deine erste/n Geschichte/n geschrieben hast?

Püh, schwer zu sagen. Die ersten Geschichten habe ich für mich selbst gespielt, noch nicht aufgeschrieben. Aber die Anfänge der ersten müssten so mit 10 oder 11 gewesen sein.


Brauchst du Musik oder andere Geräusche zum schreiben oder lieber Ruhe?

Ich schreibe am liebsten mit Kopfhörern und Epic Music.


Wie bist du dazu gekommen homoerotische Bücher zu schreiben?

Tja, das Thema hat mich schon sehr früh interessiert. Eine Liebe, die eben nicht überall anerkannt und einfach ist, mit einem großen Potential an Verwicklungen und Emotionen. Meine ersten schwulen Charaktere habe ich ganz heimlich mit 14 geschrieben und im Laufe der Jahre wurden es immer mehr Plotideen dazu.


Was gefällt dir an diesem Genre?

Seine Vielfalt. Nicht ist 08/15 vorgegeben. Ich kann mit Ängsten, Problemen und Gefühlen jonglieren, die eine allgemein anerkannte Heteroliebe nicht hat. Dazu zwei Männer, die sich einer Situation stellen müssen, die sie ggf aus ihren bisherigen gesellschaftlichen Rollenverhältnis wirft. Und ja: Ich finde es äußerst erotisch, wenn zwei Männer sich näherkommen. Da kann alles passieren, sie können und dürfen stark sein, oder auch mal Schwäche zeigen dürfen. Zudem bin ich weder als Leser, noch als Erzähler gezwungen, in eine bestimmte Rolle zu schlüpfen, muss mich mit keinem identifizieren, wie das bei einer weiblichen Rolle schnell passiert.


Wenn du mal nicht am Schreiben bist, was machst du dann?

Reiten, Pferde versorgen, Unterricht geben, Bogenschießen.


Was bedeutet das Schreiben für dich?

Schwer zu sagen. Es hat mich immer begleitet, die Geschichten waren immer in meinem Kopf, machen lange Jahre, ehe sie sich Szene für Szene zusammensetzen. Wenn ein Buch entsteht, ist das ein wenig wie einen Film zu schauen. Ich weiß zu Beginn nicht immer, wohin es geht und wie die Szenen hinterher zusammenhängen, welche Details wichtig sind, aber am Ende fügt sich alles wie vorherbestimmt zusammen. Schreiben ist Ausdruck, Unterhaltung und Erlebnis zugleich.


Eines deiner Bücher wird verfilmt. Welches sollte es deiner Meinung nach sein? Und warum?

Das wären wohl zwei meiner Bücher gleichauf: Bodycaught und Pegasuscitar. Da erste, weil es eine sehr persönliche Geschichte ist, die mir sehr unter die Haut gegangen ist und die sicherlich einen spannenden, dramatischen Film abgeben würde. Pegasuscitar, weil es eine wundervolle Fantasywelt ist und ich zu gerne erleben würde, wie die Pegasuspferde auf der Leinwand zu Leben erweckt werden.


Du bist Selfpublisherin aber ein paar deiner Romane sind auch bei Verlagen erschienen. Was gefällt dir besser?

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Von der Flexibilität mag ich das SP am liebsten, alle liegt in meiner Hand, ich kann spontan sein, muss niemanden fragen. Der Nachteil: Ich muss mich um alles kümmern.
An einem Verlag schätze ich, dass ich mich nicht um alles kümmern muss. Das ist mitunter auch mal ganz angenehm, vor allem, wenn die Zusammenarbeit mit Lektorat und Cover gut klappt. Bei Forever bei Ullstein zb schätze ich sehr, dass die viel über das Buch hinaus an Werbung und Aktionen machen, sich um Lesungen und Veranstaltungen für ihre Autoren kümmern.


Am 01.10. erscheint dein neuer Fantasy Roman „Shilsas – In den Nebeln“.
Worum geht es?

Es ist eine düstere Geschichte, um die Hure Navasirt Dadashian, dessen Mut ihn zu dem gefürchtesten Assassinen der Stadt führt. Hazar Maher, dem Herrn der Tausend Tode. Zwischen den beiden funkt es durchaus, aber auf allen Seiten gibt es Gefahren und Geheimnisse zu lüften. Hazar Maher trägt eine große Last mit sich, hinter deren Einzelheiten Nava nur nach und nach kommt. Und dann ist da noch ein Feind, der ihnen beiden nach dem Leben trachtet.


Handelt es sich bei der Geschichte um einen Einzelband oder einen Mehrteiler?

Shilsas ist als Einzelband angelegt. 170 tsd Wörter dürften auch viel Lesevergnügen bereithalten. Allerdings kann ich nicht ausschließen, dass ich irgendwann noch einmal nach Shilsas reisen werde.


Wie kam dir die Idee zu diesem Buch?

Tja, die Muse kommt immer erst mit einzelnen Szenen. Hier war es einmal eine Szene, wie Nava mutig vor Hazar Maher tritt und seinen Lohn einfordert und dazu zwei weitere, die zu sehr spoilern, um sie wiederzugeben. Zwischen diesen Szenen entsteht dann die Story.


Was hat dir besonders Spaß gemacht beim schreiben?

Die düstere Stadt hoch auf dem Tafelberg zum Leben zu erwecken. Der Ort ist kein schöner, es stinkt, ist dreckig, Nebel ziehen beständig durch die engen Gassen. Kein Ort, an dem man gerne bleiben möchte. Das hat mich an die Tepuis in Venezuela erinnert, die mich sehr beeindrucken.


„Hoch über nebeligen Schluchten liegt die Stadt Shilsas“. Gibt es zu der Stadt ein reales Vorbild?

Nicht zu der Stadt, sehr wohl aber der Gegend. Zb Roraima-Tepui in Venezuela. Das sind gewaltige Tafelberge, deren Oberfläche meist in Nebel gehüllt ist und auf denen vieles an Leben endemisch ist. Sie sind kaum erforscht, da auch nur schwer zugänglich. Shilsas würde auf so einem Tafelberg liegen, nur noch viel höher als die Tepuis.


Wer ist dein Lieblingscharakter und warum?

Navasirt Dadashian. Ich mag die Mischung aus Mut und Leichtsinn, sein feines Gespür für die Dinge und besonders Matous. Er ist zielstrebig und lässt sich nicht so leicht unterbuttern.


Was ist deine Lieblingsszene? Oder hast du ein schönes Zitat?

Meine liebste Szene wäre, voll erzählt, wohl ein Spoiler, aber sie findet im Kerker unter der Seilbahnstation statt. Navasirt beweist seinen Mut und seine Liebe, indem er dem Tod ins Auge schaut. Lest es am besten selbst 🙂


Das Cover sieht wirklich toll aus! Wie ist das entstanden?

Das Cover war ursprünglich ein Premade, dh man konnte es fertig kaufen und es hatte einen anderen Hintergrund. Ich bin lange drumherumgeschlichen, weil es mich von Anfang an fasziniert hat und ideal die Stimmung von Shilsas einfing. Die Designerin Juliane Schneeweiss hat mir dann auf Wunsch die Hintergrund angepasst, das Cover für Ebook und Printbuch erstellt. Eine Ausgabe, die sich in jedem Fall gelohnt hat.


Möchtest du jemandem Danken?

Meinen tollen Betalesern, meiner Korrekturfee Ingrid und allen treuen Lesern, ohne die ein Autor nichts weiter als ein Schreiber wäre.


Worauf dürfen sich deine Leser demnächst noch freuen?

Auf meiner FB-Autorenseite habe ich gerade 4 Projekte in den Raum geworfen, die ich demnächst angehen möchte. Daneben wird voraussichtlich zur Buch Berlin Band II „Die Anderen“ im Main-Verlag erscheinen. Und ich überarbeite nebenher mein größtes Fantasyepos „Begabung“ mit gut 420 tsd Wörtern.

 

Auf welchen Plattformen kann man dir folgen?

Am besten bei Facebook, wo ich neben der Autorenseite auch unter Chrissy Pirols zu finden bin. Unter rihaij schreibe ich gelegentlich auf Bookrix und Fanfiktion.de / Bereich Originale. Unter rihaij bin ich auch bei Twitter und google + zu finden, da bin ich aber eher selten.


Möchtest du ein paar Worte an deine Leser richten?

Lieben Dank für eure Leidenschaft, euren Enthusiasmus, eure Geduld, eure Treue. Ohne Leser würde das schreiben nur halb so viel Spaß machen. Ich bin immer wieder überwältigt, über die Resonanz und freue mich riesig, wenn ich euch sie auf den Messen auch live erleben darf.

 

Ich möchte Chris für das Interview danken und wenn ihr jetzt neugierig auf „Shilsas – In den Nebeln“ seid: Ab sofort könnt ihr es hier als ebook und Print kaufen. Lasst euch dieses tolle Buch nicht entgehen, denn mir gefällt es bis jetzt super :D!

Juni 2017
M D M D F S S
« Mai    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930