*Autoren vorgestellt* Sara Pearson

Hallo ihr Lieben, ich habe wieder ein Interview für euch. Dieses mal hat mir Sarah Pearson ein paar Fragen beantwortet. Sie erzählt über sich und ihr gestern erschienenes Buch.

Autorenname/n: Sara Pearson
Lieblingstier: Hund und Katze (eigentlich das Einhorn, aber ich glaube, das gilt nicht *lach*)
Lieblingsfarbe: Aquamarin
Lieblingszeit zum schreiben: Nachts ab 22 Uhr bis mir irgendwann die Augen beim Schreiben zufallen.
Lieblingsort: Eine kleine Hütte irgendwo im Wald.
Vorbild/er: Meine Mama, Jona Dreyer und Nikki (in meinen Augen alles sehr starke Persönlichkeiten, die mir zeigen, dass man nie aufgeben sollte.)
Schreibmotto: Ich habe eigentlich kein Bestimmtes. Ich schreibe über das, was sich gut für mich anfühlt.

 
Wie alt warst du, als du deine erste/n Geschichte/n geschrieben hast?

Meine ersten Geschichten habe ich in der Grundschule geschrieben. Meine Mama schwärmt heute noch von meinen Vater-Sohn-Übungsgeschichten. An Fantasie hat es mir noch nie gemangelt. Und kurz fassen konnte ich mich auch noch nie. Meine Deutschlehrerin schrieb unter meinen letzten Aufsatz „Ich werde deine langen Aufsätze vermissen.“
Meine erste Geschichte, die ich nicht für die Schule schrieb, sondern nur für mich, schrieb ich mit … *grübel* … 18 oder 19. Dieses angefangene Manuskript liegt noch in der Schublade. Irgendwann werde ich es hoffentlich beenden können.

 
Brauchst du Musik oder andere Geräusche zum schreiben oder lieber Ruhe?

Ich brauche definitiv Geräusche beim Schreiben. Bei Stille drehe ich durch. Entweder läuft eine Playlist am Netbook, das Radio oder leise der Fernseher im Hintergrund. Ich setze mich auch gerne in Cafés, lausche den Geräuschen und schreibe dann.

 
Was bedeutet Schreiben für dich?

Viel. Ich habe dort die Freiheit, mit meine Welten zu erschaffen. Welten, wie ich sie gerne hätte. In denen Homosexuelle heiraten dürfen. Aber es hilft mir auch das ein oder andere selbst erlebte zu verarbeiten. Es ist eine Art Therapie für mich. Aber ich kann immer noch dafür sorgen, dass meine Protas ihr Happy End bekommen. Außerdem kann ich beim Schreiben genauso abschalten, wie beim Lesen.

 
Gibt es zu deinen Figuren real existierende Vorbilder?

Nein. Der Nachname van Bommel (den ich Ben und Felix gegeben habe), gehört zu einem Kunden, der Mal bei uns war. Aber ansonsten sind meine Figuren frei erfunden. Bei meinen Storys –also den Plots – handelt es sich entweder um Sachen, die mir oder in meinem Umfeld passiert sind. Oder es sind Themen, die mich stark interessieren.

 
Wie bist du dazu gekommen homoerotische Bücher zu schreiben?

Ich weiß es gar nicht mehr so genau. Gay-Romance lese ich ja schon lange. Zumindest in den letzten 4 Jahren fast nur noch. Ich glaube, es gab eine Ausschreibung für eine Anthologie. Daraufhin dachte ich über meine erste eigene Gay-Romance nach  und die Ideen sprudelten nur so aus mir heraus. Mein Ordner ist voll mit unzähligen Notizen. Langweilig wird mir auf alle Fälle nicht.
Auf jeden Fall gehe ich im Gay-Genre voll und ganz auf.

 
Du schreibst unter einem Pseudonym. Gibt es dafür einen Grund?

Einen ganz einfach sogar. Unter meinem richtigen Namen schreibe ich Liebesromane. Ich wollte es einfach voneinander trennen, da ich mich auch mehr auf Gay-Romance konzentrieren und die Liebesromane vorerst auf Eis legen möchte. Einfach auch, weil ich merke, dass es bei den Liebesromanen momentan nicht so flutscht. Ich mache aber keinen Hehl daraus, dass es sich bei Sara Pearson und Sandra Schmitt um ein- und dieselbe Person handelt.

 
Am 3.3. erschien dein erstes Buch. Worum geht es?immer-wieder-wir

Es geht um Ben und Felix. Sie sind seit sieben Jahren ein Paar und sechs Jahre davon sogar verheiratet. Felix ist Autor (hihi) und zudem ziemlich erfolgreich als Selfpublisher. Ben ist Lehrer. Leider ist Ben kein sehr einfacher Partner und macht gerne aus einer Mücke einen Elefanten. Er ist kompliziert und man versteht sein Handeln tatsächlich erst, wenn man schon fast mit dem Buch durch ist. Auch wenn man nicht gutheißt, was er getan hat. Ben begeht einen Fehler, der zur Trennung führt. Beide müssen mit dieser neuen Situation irgendwie klar kommen.
Als das Flugzeug abstürzt, in dem Felix sitzt, ändert sich einiges. Denn Felix hat sein Gedächtnis verloren. Ben muss erneut das Herz seines Mannes erobern und vor allem muss er Felix die komplette Wahrheit erzählen.

Ich  liebe es einfach dramatisch 😉

 
In deinem Buch geht es um einen Mann, der nach einem schlimmen Unfall seine Erinnerungen verloren hat und sich so mit auch nicht mehr an seine Liebe zu seinem Partner erinnert. Wie bist du zu dieser Idee gekommen?

Ich habe doch schon einmal die Anthologieausschreibung erwähnt. Ursprünglich war die Geschichte rund um Felix und Ben als Kurzgeschichte geplant. Und vor allem weit weniger dramatisch. Doch sobald ich anfing zu schreiben, sprudelten die Ideen. Figuren kamen hinzu. Nicht geplante Ereignisse trafen ein (wie das eben so ist beim Schreiben –Patrick zum Beispiel war nie vorgesehen). Ich wusste: Das wird niemals nur eine Kurzgeschichte.
Auf einmal setzte ich mein Ziel von 40 Seiten hoch auf 300. Dann erhöhte ich auf 350 Seiten. Und am Ende sind es sogar 456 geworden.
Tolle Zahl übrigens *lach*

 
Wie lange hast du von der Idee zum fertigen Buch gebraucht?

Von der Grundidee, bis zum fertigen Manuskript, hat es jetzt genau ein Jahr gedauert.

 
Was hat dir besonders Spaß beim Schreiben dieser Geschichte gemacht?

Lass mich kurz überlegen. Ich glaube, das war die Sexszene im Strandkorb und vor allem die Gespräche zwischen Elias und Felix 😀

 
Ben sammelt gerne Panorama Postkarten. Spiegelt sich da deine eigene Leidenschaft wider?

Ich liebe Panorama Postkarten. Eine Freundin hat mir mal eine aus ihrem Italienurlaub mitgebracht. Hätte ich den Platz, würde ich meine Wohnung damit tapezieren. Ich glaube, mein Glück ist, dass ich die Panorama Postkarten hier in der Umgebung nicht bekomme.

 
Hast du einen Lieblingscharakter?

Ganz klar Felix. Ich liebe ihn einfach! Aber mir sind alle anderen genauso ans Herz gewachsen. Nur zu Felix hatte ich von Anfang an eine besondere Verbindung. Sogar Hendrik ist mir ans Herz gewachsen (ja, ich weiß, was er getan hat 😉 ). Aber die Muse hat mir einiges über Hendrik zugeflüstert 😀

 
Wer hat dein Cover gestaltet?

Caros Covergestaltung 🙂 Die Zeichnungen auf dem Cover sind im Original (s/w) von Carolin Müller.

 
Was ist deine Lieblingsszene? Oder hast du ein schönes Zitat aus diesem Buch?

Meine Lieblingsszene ist die, als Ben und Felix am Strand miteinander reden. Dabei habe ich einen Freund zitieren müssen. Einfach, weil es perfekt gepasst hat. Dieses Zitat begleitet mich mittlerweile überallhin. Und ich habe es sogar auf die Rückseite meiner Visitenkarten drucken lassen.

„Tränen sind nie etwas Schlechtes. Denn solange du weinst, fühlst du. Und solange du fühlst, lebst du.“

Ich bin einfach verliebt in dieses Zitat. ❤

 
Stand für dich von Anfang an fest, dein Buch als Selfpublisherin raus zu bringen oder hast du auch Verlage angeschrieben?

Ich wollte von Anfang an als Selfpublisher veröffentlichen. Vor ein paar Jahren wäre die Antwort definitiv anders ausgefallen. Da war es mein großer Traum, bei einem Verlag zu veröffentlichen.
Doch ich arbeite Vollzeit als Aufsicht in einer Automatenspielhalle. Ich habe Phasen, da komme ich nicht einmal wirklich zum durchatmen. Deadlines wären glaube ich, mein nervlicher Ruin.
Außerdem genieße ich die Freiheiten als Selfpublisher. Keiner sagt mir, dass das was ich schreibe nicht Mainstream genug ist und niemand es lesen wird.
Ich kann meine Cover komplett nach meinen Vorstellungen und Wünschen entwerfen lassen.
Ich habe die Kontrolle was und wie es gemacht wird. Und ich genieße es.
Aber man soll niemals nie sagen. Wer weiß, ob ich meine Meinung irgendwann mal ändere? 🙂

 

In welchem Format wird dein Buch erscheinen?

Da ich meine Bücher immer mit Amazons KDP veröffentliche, erscheint es genau dort. Bei Amazon. Es wird auch zur Ausleihe via KU bereitstehen. Und das Taschenbuch sollte auch bald online sein. Je nachdem wie lange KDP braucht.

 
Möchtest du jemandem Danken?

Da gibt es einige, denen ich Danke sagen möchte. Allen voran meiner besten Freundin, die mich von Anfang an unterstützt hat und mir neue Ideen geliefert hat, wenn ich nicht weiter kam. Meiner Mutter und meiner Schwester, die mir immer wieder versichern, dass sie stolz auf mich sind. Savannah Lichtenwald und Jona Dreyer, die mir ihr offenes Ohr geliehen haben. Und bei meinem Chaoskaterchen.
Meiner wunderbaren Lesegruppe ohne die das Buch nicht den letzten Schliff bekommen hätte. Und Nicolette Verstege, die mir mit Rat und Tat zur Seite stand.
An alle, danke für alles ❤
(Sorry, sollte ich jemanden vergessen haben)

 
Auf welchen Plattformen kann man dir folgen?

Auf Facebook über meine Autorenseite oder mein Profil und auf Bookrix 🙂 Instragram und co kommt vielleicht irgendwann mal noch dazu. Aber momentan fehlt mir die Zeit, mich da intensiv drum zu kümmern.

 
Worauf dürfen sich deine Leser demnächst noch freuen?

Es wird auf jeden Fall noch eine Kurzgeschichte von mir erscheinen, dieses Jahr. Ansonsten habe ich schon die ersten Kapitel eines neuen Romans fertig und ich hoffe, dass ich mit diesem gut vorankomme. Immerhin geht es um einen süßen Farmer und einen sexy Anwalt *schmunzel*

 
Möchtest du ein paar Worte an deine Leser richten?

Danke an jeden einzelnen von euch, der mir als Newcomer eine Chance gibt. Danke an jeden, der sich mit Ben und Felix auf die Reise begibt.
Ihr wisst gar nicht, wie gut eure Unterstützung tut ❤

Vielen Dank an Sara Pearson, die sich trotz der anstehenden Veröffentlichung noch die Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf das Buch. Und ihr?

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2 Gedanken zu “*Autoren vorgestellt* Sara Pearson

  1. Ich lese gerade „Immer wieder wir“ und bin ganz gefesselt von der Geschichte. Ich liebe es auch gerne dramatisch, so lange es ein Happy End gibt 🙂
    Toller Plot.

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