PABUKU Gewinnspiel

Wie versprochen gibt es hier das Gewinnspiel.

Was ihr gewinnen könnt:
Ute und Ulla waren so nett und haben mir 10 Karten zur Verfügung gestellt, die ich verlosen möchte. Aus den 10 Karten habe ich 5 Gewinne mit jeweils zwei Karten gemacht.

Ablauf:
Bitte kommentiert unter diesem Post, für welchen Gewinn ihr in den Lostopf hüpfen wollt. Ihr dürft auch gerne für mehrere in den Lostopf hüpfen, könnt aber nur einmal gewinnen.
Zeit habt ihr bis zum 28.01.2017 23:59 Uhr und ausgelost wird dann am 29.01.2017.
Der Gewinner hat Zeit, sich bis Dienstag den 31.01.2017 zu melden, danach wird neu ausgelost.

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz und das 14. Lebensjahr vollendet haben. Der Gewinn ist eins der fünf Pakete. Die Teilnahme ist bis zum 28.01.2017 23:59 Uhr möglich, in dem der Teilnehmer unter dem Gewinnspielbeitrag kommentiert, welchen Gewinn er gewinnen möchte. Alle danach eingehenden Kommentare können nicht mehr berücksichtigt werden. Ausgelost wird am 29.01.2017. Der Gewinner hat bis Dienstag, den 31.01.2017 18 Uhr Zeit, sich bei mir zu melden, ansonsten wird ein neuer Gewinner ausgelost.
Der Gewinn wird per Brief versendet. Es besteht kein Anspruch auf den Gewinn und es ist keine Barauszahlung möglich. Der Gewinnanspruch ist nicht übertragbar. Die Versandkosten werden von mir übernommen. Damit euch der Gewinn erreicht, brauche ich natürlich eure Anschrift, welche ihr mir im Falle des Gewinns per Nachricht mitteilt. Diese wird selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben und nur für das Gewinnspiel verwendet. Ihr erklärt euch  bereit, im Falle des Gewinns, dass ich euren Namen auf diesem Blog bekannt gebe. Die Bedingungen können sich jederzeit ändern und das Gewinnspiel ohne Angabe von Gründen vorzeitig beendet werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Glück!

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Interview mit PABUKU Teil 2

Heute gibt es den zweiten Teil des Interviews mit PABUKU. Das Gewinnspiel findet in einem extra Beitrag statt.
Viel Spaß :).


Woher nehmt ihr eure Ideen um die Karten zu gestalten?

Am Anfang wollten wir vorwiegend Statement Karten gestalten. Encouragement.
An Karten zu Anlässen wie Geburtstag, Hochzeit und Verpartnerung haben wir nicht gleich gedacht. Es gibt zwei Sichtweisen. Einmal die Käuferinnen und Käufer die nicht unbedingt Happy Birthday auf der Karte stehen haben müssen, da sie es selber noch rein schreiben. Zum Beispiel: Born to be happy kann man für alles verwenden. Aber es gibt auch genug Leute, vor allem die die es grade eilig haben, die in ein Geschäft rein gehen und nach den Geburtstagskarten fragen, die man nun mal daran erkennt, dass Happy Birthday drauf steht. So haben wir von beiden Sorten etwas.

Und die Motive an sich haben wir aufgebaut in mittlerweile drei Schritten. Bei der aktuell bestehenden Kollektion haben wir geschaut, was die wichtigsten Anlässe sind oder welche Themen uns sehr wichtig sind, wie die Statementkarten. Dann versucht man einfach eine Skizze zu machen. Im Hinterkopf hat man die Art des Bildmaterials, mit dem wir arbeiten. Das sind uralte Darstellungen aus der Buchdruckzeit, alle ca. 140 Jahre alt, eben aus urheberrechtlichen Gründen. Und da stößt man manchmal an Grenzen. Man hat dann eine Idee im Kopf, Beispielsweise bei der Neujahrskarte: ein Schaukel-Einhorn. pabuku_1057054_rockingnewyear_lager_shopFinde eins ;). Wenn wir sagen: Vor 140 Jahren, viktorianische Zeit plus minus, dann wird es nicht viele Schaukeleinhörner gegeben haben und dann genau so eins zu finden wird noch schwieriger. Jedes Motiv besteht aus mehreren ursprünglichen Motiven, die wir dann „dressieren“, retuschieren, auseinander schneiden, neu zusammenbauen müssen und es möglichst so machen, dass niemand merkt, dass es zerschnippelt und neu zusammengesetzt wurde. Das ist nicht wie eine klassische Collage, wo mehrere Bilder auseinander und wieder quer zusammengesetzt werden, sondern es soll ein rundes neues Ganzes ergeben. Und es macht total Spaß und ist im Vergleich wie ein Puzzle mit unbekannten Teilen.

 

Und wie lange braucht ihr für die Karten?

 Wir können gar nicht sagen, so viele Stunden und so viele Tage. Wir möchten möglichst effizient arbeiten. Im Idealfall arbeiten wir nicht unter Zeitdruck, sondern haben eine Idee, können auf ein bestehendes Archiv zurück greifen und haben von den Bestandteilen die wir brauchen, Beispielsweise fünf Motive beieinander und es müssen nur noch zwei weitere Motive  im Archiv gefunden werden. Das ist dann eh schon anstrengend, wenn man gezielt etwas sucht. Und dann versucht man erst  einmal das Motiv, welches man im Kopf hat, zusammen zu bauen. Danach merkt man ob zu viel drauf ist oder das Motiv zu einer anderen Karte besser passt und tauscht dann. Es wird schon eine Weile herum geschlichtet bis es dann wirklich steht.

 

Warum dieser Stil?

 Als wir Karten mit queeren Kontext machen wollten war noch nicht klar welchen Stil wir dazu verwenden.
Da haben wir eine Zeit lang gesucht und geschaut, wie wir das kombinieren können. Zum Beispiel die Entscheidung keine Fotos zu verwenden, war ganz schnell da. Wir haben Grußkarten Labels gefunden die mit Fotos arbeiten und uns persönlich, ganz subjektiv betrachtet, hat es nicht zugesagt. Es ist nicht leicht mit menschlichen Darstellungen zu arbeiten. Es stellen  sich einfach folgende Fragen wenn wir zwei Frauen auf einer Karte darstellen wollen: Wie alt sollen sie sein, sind sie groß/klein, dick/dünn, welche Hautfarbe haben sie. Das wird wahnsinnig teuer, denn man braucht die Leute, die Kleidung, etc. Durch unseren Bezug zu Buchdruck und diesen alten Motiven hatten wir bereits  ein kleines Archiv. Die alten Holzstich und Holzschnittmotive begeistern durch ihre Qualität.

 

Woher bekommt ihr eure Motive?

Auf Flohmärkten und in Antiquariaten. Hin und wieder über das Internet. und teilweise bekommen wir auch von Freunden etwas. Nach der Produktion geht es wieder weiter mit der Suche nach neuen Büchern, weil die jetzigen aufgebraucht sind.

 

Was macht euch am meisten Spaß?

 Wir reden am Anfang ganz viel über das, was wir machen wollen und wie das Thema vorkommen soll. Das zu kreieren fällt uns leicht, weil wir Künstlerinnen sind. Es ist schön wenn man sich ganz auf die Karten konzentrieren kann. Auch auf der Messe zu stehen macht Spaß, denn es ist mal was anderes, nichts alltägliches. Wir machen auch den Vertrieb, denn der gehört dazu. Wir wussten, dass es Arbeit sein wird und es ist wichtig, dass wir zu zweit sind, denn alleine hätte das keine von uns gemacht. Ein Großteil der künstlerischen Arbeit geht ins Marketing.

 

Was wollt Ihr mit den Karten bewirken?

 Wir wollen ein wenig Aufklärungsarbeit gegenüber dem Handel leisten, vor allem wenn Händlerinnen und Händler  kommen und sagen, sie haben nicht das queere Publikum oder die Kundschaft, denn da können wir nur fragen: Woher wissen sie das? Natürlich vermutet man es bei manchen Menschen. Weil man Klischeevorstellungen oder Verhaltensmuster hat. Aber selbst da kann man sich total täuschen. Es gibt laut Statistik einen gewissen Prozentsatz und der ist gar nicht so klein. Aber diese Menschen haben eben auch Freundinnen, Freunde, Verwandte und wurde über die schon mal nachgedacht? Die möchten wahrscheinlich total gerne entsprechende Karten verschenken, aber haben gar nicht die Idee, wo sie danach suchen sollen.

Eine ganz liebe Kundin von uns meinte, dass passt nicht zu ihr, sie weiß nicht ob die queeren Grußkarten bei ihr sich verkaufen würden und ist jetzt eine super Kundin. Es hat sich rum gesprochen, dass sie Karten im queeren Bereich anbietet und jetzt liebt sie die Karten. Es wird natürlich bei jeder Kartenkollektion Topsellerkarten geben, weil sie lustig, hübsch oder den Nagel auf den Kopf treffen und andere Karten, die nicht so oft gekauft werden. Aber diejenigen, die die Karte dann kaufen, sind darüber sehr glücklich.

 

Auf der Rückseite habt ihr einen Spruch. Was hat es damit auf sich?

 Wir haben auch die Rückseite von der Karte genutzt, in dem wir eine kleine Illustration in schwarz weiß rauf gedruckt haben, die mit der Vorderseite in gewisser Weise in Verbindung steht. Und dazu einen Einzeiler, der am Anfang immer gleich beginnt mit: I thought of that while.. und dann eine Tätigkeit beschreibt.

Der Ausgangsgedanke war mal: Ich hatte diese beste Idee, während ich unter der Dusche stand. Und in diesem Sinne haben wir das formuliert. Es ist einfach lustig zu beobachten wenn Leute, die diese Sätze entdecken dann noch mal die Karte zum  vorderen Motiv umdrehen und man dann sieht wie die Gedanken zu rattern beginnen die meisten stehen dann mit einem breiten Grinsen da. Spätestens dann fangen sie an, auch die vordere Seite genauer anzuschauen. Das ist auch ein Argument für den Handel: Es motiviert weitere Karten umzudrehen, in die Hand zu nehmen und sich auf die Motive einzulassen. Bei der Produktion läuft zwischen uns ein kleiner Wettbewerb wem zuerst der Rückseitenspruch einfällt.

 

Wusstet ihr von Anfang an, dass der Spruch auf die Rückseite soll?

 Ja, dass ist uns gleich beim Konzept eingefallen.

 

Verkauf in Österreich, Deutschland und wo noch?

Wir haben einen guten Kundenstock in Österreich und Deutschland und jetzt auch erste Läden in der Schweiz und Holland. Unser nächstes Ziel ist England.
Auf unserer Webseite gibt es Infos zu unseren Verkaufsstellen.
Hier könnt ihr nach einem Shop in eurer Nähe suchen.

 

Wo kann man sich über euch informieren?

Website: https://queer-pabuku.com/
Facebook: https://www.facebook.com/pabuku/?fref=ts

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Wir wünschen uns dass möglichst viele Menschen glücklich und freudig, offen leben können und für uns wünschen wir weiterhin eine gute Entwicklung unseres Konzeptes.

Wir hoffen, dass unsere breit angelegte Message auch verstanden wird und diese ein bisschen was ausmacht in den Köpfen der Menschen.

Wir versuchen, dass wir unsere Sichtweise immer wie der von einer anderen Seite betrachten und dass wir Menschen offen begegnen.

Wir wünschen uns, dass die Leute weiterhin Freude mit unseren Karten haben. Normal is just an illusion!

 

Noch einmal vielen Dank von meiner Seite an Ute und Ulla, dass sie sich auf der Messe Zeit für das Interview genommen und im Anschluss noch mal drüber geschaut haben.

Falls ihr einen Händler eures Vertrauens habt und euch die Karten gefallen, könnt ihr sie ihm zeigen. Vielleicht nimmt er sie in seinen Verkauf auf :).

Ansonsten hoffe ich, dass euch das Interview gefallen hat. Hier geht es zum versprochenen Gewinnspiel.

Liebe Grüße
Sarah

Interview mit PABUKU Teil 1

Hallo ihr Lieben,

vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag zur Frankfurter Buchmesse? Dort habe ich zwei Künstlerinnen getroffen, die bezaubernde Karten mit queeren Motiven entwerfen und herstellen. Sie haben PABUKU gegründet und sich im Interview vorgestellt, welches ich euch heute präsentieren kann. Entschuldigt, dass es ein wenig lang geworden ist, aber ich finde jeden Punkt interessant. Ich wünsche euch viel Spaß und hoffe, euch gefallen die Karten genauso sehr wie mir :).

Bitte stellt euch und PABUKU kurz vor.

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Links: Ich bin Ute Baurecker. Ich habe langjährige Erfahrung im Verkauf von Handmade Produkten und eine Ausbildung als Bildhauerin und in neuen Medien. Jetzt arbeite ich mit PABUKU, mit Ulla Klopf zusammen.

Rechts: Ich bin Ulla und ich bin gelernte Grafikerin, mache das seit über 20 Jahren und habe mit der Ute 2013 begonnen Postkarten, Geschenkanhänger, Geschenkpapier zu entwerfen und zu produzieren.
Letztes Jahr kam dann die Idee Klappkarten/Doppelkarten mit dem queeren Kontext zu entwerfen. Wir haben uns relativ bald entschieden, uns auf diese neue Linie zu konzentrieren. Mit dieser Entscheidung sind wir wirklich sehr glücklich obwohl wir sie uns nicht leicht gemacht haben. Wir haben lange recherchiert und geschaut was es auf dem Markt gibt und haben festgestellt, es gibt nicht viel im queeren Bereich. Und das was es gibt, ist eher sehr plakativ. Wir haben uns überlegt, wir wollen Karten die man leicht in den Geschäften bekommen kann. Nicht nur für Leute, die selber Teil der Community sind, sondern auch für deren Freunde, Verwandte etc. Es ist sozusagen unsere Mission.
Und um es kurz zu beschreiben: Die Inhalte der Karten sind sehr subtil. Es sind teilweise Worte, oder Symboliken, die für die Menschen, die Teil der Community sind ganz klar sind und trotzdem denen gefallen, die kein Teil davon sind. Zum Beispiel:Seepferdchen/Manatee


Die Motive geben jedem einen persönlichen Interpretationsspielraum. Wir haben uns bei jedem Motiv genau überlegt, warum und wieso wir es machen wollen und haben versucht, jetzt nicht in die typischen Schubladen zu tappen, aber vielleicht schon mal ein Klischee zu übersteigern, sodass man darüber lachen kann. Und das Feedback, dass wir seit über einem Jahr bekommen, seit die Karten am Markt sind, gibt uns Recht mit unserer Entscheidung,wie wir unsere Ideen umsetzen. Unsere Karten kommen ganz breit in der Bevölkerung an und sind in verschiedenen Shops zu bekommen, zum Beispiel in Buchläden, Papeterieläden, Museumsshops, Designshops, aber auch in Blumenläden oder sogar in einer Porzellanmanufaktur (Wien), wo einfach zu schönen Geschenken/schönen Produkten eine schöne Karte dazu passt. Und wir haben versucht, nicht nur für gleichgeschlechtliche Hochzeiten/Verpartnerungen Karten zu machen, sondern auch andere Themen mit hinein zu nehmen um bewusster damit umzugehen. Zum Beispiel die Babykarte nicht rosarot und himmelblau zu machen,  sondern das einfach aufzulösen. Und wie gesagt, wir sind einfach immer wieder glücklich über das Feedback, welches wir von unterschiedlichen Leuten bekommen. Oder wie die Leute die Karten interpretieren und Spaß damit haben. Von vielen Kunden aus dem Handel haben wir schon das Feedback bekommen, dass Leute vor Karten mit einem breiten Lächeln stehen. Was gibt es Schöneres? Und dass die Karten einen gewissen Sammlereffekt auslösen und selten die Leute nur mit einer Karte aus dem Laden gehen, meistens mit zwei, eine zum Behalten und eine zum Verschenken oder weil sie sich nicht entscheiden können.

 

Wir habt ihr euch denn kennen gelernt?

Ute: Wir haben uns über eine Internetpartnervermittlung kennen gelernt.

Ulla: Zuerst war die Liebe, dann die Karten oder wie es auf unserer Website steht: First there was Love, then there was the idea to dare the pas de deux in creativity aswell.

 

Wie seid ihr auf den Namen PABUKU gekommen?

 Wir haben lange überlegt. Wir wissen, dass das jetzt nicht der Name ist der besonders leicht über die Lippen geht. Es ist ein reines Kunstwort und es hat viel zu tun mit den Papierprodukten, die wir vorher gemacht haben. PA: steht für Papier, BU: für Buch, weil wir Buchdruck, also Letterpress Produkte hatten und KU: für Kunst. Und so ganz nebenbei hat sich ergeben, dass BU und KU auch unsere Initialen sind. Seitdem wir uns auf die queeren  Karten konzentrieren haben wir den Untertitel „TheQueerPaperie“. Englisch deshalb, weil unsere Kartentexte auf Englisch sind und unser Ziel der englische Sprachraum ist. Es ist ein sehr interessanter Markt und die Schreibkultur in Großbritannien und speziell in Amerika, was man jetzt nicht unbedingt vermuten würde,hat einen höheren Stellenwert als im deutschsprachigen Raum. Aber auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz steigt angeblich seit den letzten 2-3 Jahren die Schreibkultur wieder, was Gruß- und Glückwunschkarten angeht.

 

Gründung von PABUKU

 PABUKU selber wurde Ende 2012 mit den anderen Produkten gegründet, aber die queere Grußkartenserie gibt es seit 2015.

 

Was macht eure Karten so besonders

 Wir haben recherchiert, und natürlich gibt es weltweit diverse Labels die Verpartnerungs-, Hochzeits- und Valentinstagskarten anbieten, aber wir konnten keine Label finden, die solch eine Bandbreite haben oder Statementkarten anbieten, wo es um unterstützende Motive geht, wie zum Beispiel bei: Born to be happy:pabuku_105703_bornhappy_shop_vsd Diese Karte spricht viele Menschen an, und passt zum Beispiel auch für transidente Menschen.

Natürlich werden welche sagen, dass ist nicht meine Karte, ich steh nicht auf Schnurrbärte, dass ist okay. Man kann es nicht allen Recht machen. Was auch ein Grund ist, warum wir nicht auf jeder Karte Menschenabbildungen haben, sondern ganz viel Floral- oder Tierdarstellungen, einfach um das ganze ein bisschen abstrakter zu gestalten. Zum Beispipabuku_105704_showcolours_shop_vsdel die Karte show your colours: Wer vor dem Coming Out steht und gerade Zweifel hat und dann diese Karte von einer guten Freundin oder einem guten Freund mit ein paar netten Worten bekommt, da kann das Chamäleon mit seinen neon Farben eine Unterstützung sein. Oder With no Rain there is no bow: Das ist eine Karte die für alle Menpabuku_105705_rainbow_shop_vsdschen passt und genau darum geht uns auch. Genauso wie bei der Karte: Come in. Come out. Welcome. Eine einfache Art „Willkommen“ zu sagen. Es soll nicht heißen, dass wir das ganze Thema verwässern wollen oder die Regenbogenfahne nur ganz klein am Rand zeigen. Aber wir wollen sie auch nicht
pabuku_105708_comein_shop_vsd wie bei einem Plakat auf einer Demo voran tragen. So wie wir eben auch keine Sticker auf der Stirn haben: Bin lesbisch, bin schwul, bin dieses oder jenes.

Es gibt eine ganz schöne Geschichte zu einer Karte: Seehorseday. Wir hatten schon von Beginn an ein Seepferdchen dabei, weil wir gemerkt haben, dass per se die Menschen Seepferdchen mögen, süß finden. Dann haben wir über Facebook die Seite von einem Intersexaktivisten aus Amerika gefunden, Mx. Anunnaki Ray und haben da ein bisschen rein gelesen und entdeckt, dass er seit nicht ganz zwei Jahren in seiner Familie statt Muttertag den Happy Seehorseday feiert. Er hat selber zwei Kinder geboren, sein drittes mit seinem Mann zusammen adoptiert und vergleicht  sich mit dem Seepferdchen, weil bei einem Seepferdchen die Männchen die Kinder„gebären“. Das hat uns so gut gefallen, dass wir ihn kontaktiert haben und gefragt haben ob es okay wäre eine Karte dazu zu gestalten. Seitdem sind wir in Kontakt. Die große Mehrheit wird natürlich nicht wissen was hinter dieser Karte steckt, sondern sie kaufen weil sie süß ist. In unserem Shopauf unserer Website haben wir den Link (https://anunnakiray.com/tag/happy-seahorse-day/) gesetzt und geschrieben, wer mehr zum „Happy Seehorseday“ erfahren will, soll darauf klicken und kommt dann auf die Seite von Anunnaki Ray, beziehungsweise auf seinen Blog.

Und so kann man die Karten für sich interpretieren oder auch etwas Neues dazu lernen. Das ist die aller kürzeste Erklärung, warum unsere Karten so besonders sind, sie Funktionieren im Prinzip wie Tarot-Karten. Du siehst was du sehen möchtest. Vielleicht siehst du in 14 Tagen was anderes oder wenn du in einer anderen Lebenssituation oder Stimmung bist.
Unser Glück ist, dass wir einen bunten queeren Freundeskreis haben.
So können wir unsere Feedbackrunden breit anlegen und bekommen dadurch wichtigen Input zu Inhalt, Bild und Texten.

 

Vielen Dank, dass ihr bis hier hin gelesen habt. Morgen gibt es den zweiten (und letzten) Teil und ihr könnt euch auf ein Gewinnspiel freuen.

Alles Liebe
Sarah

Ausblick 2017

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch erzählen, was euch in diesem Jahr auf meinem Blog erwartet.

blockausblicke

Gleich zu Anfang findet vom 23.-26.3. die Leipziger Buchmesse statt. Meine Chefin hat es möglich gemacht, dass ich dort sein kann (also betet bitte mit mir, dass keiner von meinen Kollegen krank wird >.<). Ich freue mich schon auf die vielen Autoren und Signierstunden. Das Besondere für mich, ich darf an einer Podiumsdiskussion von der HTWK (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur) Leipzig teilnehmen, in der es um queere Themen geht. Ich bin schon sehr gespannt!
So wie es aussieht, werde ich nicht auf der Frankfurter Buchmesse sein. Letztes Jahr war toll und ich habe einige liebe Menschen getroffen, aber es war auch anstrengend. Ich versuche aber, wenigstens auf der Gay Book Fair zu sein, denn die ist ja ein Muss ^^.

Auf diese Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchbereich freue ich mich im ersten Halbjahr sehr:

  • „Zwei Papas für Tango“, Edith Schreiber-Wicke/Carola Holland, Thienemann Verlag, Print: 12,99€, Et: 17.01.2017, Inhalt
  • „Meine Mutter, sein Exmann und ich“, T.A. Wegberg, Rowohlt Verlag, Print: 12,99€, Et: 10.03.2017, Inhalt
  • „Eine Woche für die Ewigkeit“, Nina LaCour/David Levithan, Carlsen Verlag, Print: 16,99€, Et: 24.03.2017, Inhalt
  • „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“, S.J. Goslee, Dressler Verlag, Print: 16,99€, Et: März, Inhalt
  • „Kicker im Kleid“, David Walliams, Rowohlt Verlag, Print: 14,99€, Et: März
  • „Wie ein Himmel voller Seehunde“, Sara Lövestam, Rowohlt Verlag, Print: 12,99€, Et: Juli, Inhalt

Ich bin natürlich auch gespannt, was es Neues im Dead Soft Verlag und Cursed Verlag geben wird, so wie von Selfpublishern.

Am 07. Juli 2014 habe ich diesen Blog erstellt, um meine Leidenschaft für das Gaygenre mit anderen zu teilen. Dieses Jahr werden es also drei Jahre sein und da das meine Lieblingszahl ist, möchte ich einen kleinen Geburtstag feiern. Ihr dürft gespannt sein.

Desweiteren habe ich seit fast einem Jahr eine Art ..hm wie nennt man es nun.. Aktion/Projekt geleitet, welches in diesem beendet wird. Ich hoffe euch wird das Ergebnis gefallen, denn es ist etwas Einmaliges! Sobald alles abgeschlossen ist, werdet ihr mehr Erfahren :).

Und dann wird es natürlich viele Rezensionen geben, hoffentlich auch Interviews und wer weiß, was mir noch so über den Weg läuft.

Ich freue mich auf ein spannendes Jahr und hoffe ihr seid mit dabei!

Alles Liebe
eure Sarah

Rezension zu „Refugium: Seelenstaub“

refugium

Susann Julieva

„Refugium: Seelenstaub“

Cursed Verlag

9783958230675

10,95€/7,49€

Poe und Remy sind seit langem auf der Flucht vor dunklen Mächten. Sie wissen nicht warum sie verfolgt werden und ob es mit Poes geheimnisvollen Kräften zu tun hat. Aber ihnen rennt die Zeit davon. Und in all dem Chaos ahnt Poe nichts von der Liebe seines besten Freundes.

Es gibt Bücher, die fesseln  von der ersten Seite an. Sie ziehen einen in ihren Bann und lassen erst mit der letzten Seite wieder los, oder gar nicht ;). So erging es mir mit Refugium: Seelenstaub. Ich war sofort zwischen den Zeilen gefangen und habe mich in Poe und Remy verliebt, obwohl ich zugeben muss, dass mein Herz mehr an Remy hängt. Vorab auf Facebook hatte Susann Julieva einzelne Passagen gepostet und die waren toll. Alles zusammen: Einfach großartig! Die Geschichte ist spannend, düster, fantastisch, mystisch, geheimnisvoll, romantisch, sie hat einfach alles. Vor allem die Liebesgeschichte fand ich sehr ergreifend. Remy der Herz über Kopf in Poe verliebt ist, es ihm aber nicht sagen kann. Poe der davon nichts zu ahnen scheint und immer wieder lieber mit Frauen ins Bett geht. Hach, welches Herz schmilzt nicht dahin und sehnt sich nach einem Happy End?  Ich war mit Herz und Seele dabei, habe gelitten, geweint und gelacht. Die Figuren sind sympathisch, liebenswert, manchmal würde man sie gerne schütteln, dann wieder in den Arm nehmen. Auf jeden Fall haben sie einen lebendigen Charakter. Auch die Nebenfiguren sind interessant, dass man gerne mehr über sie erfahren möchte.

Ich kann das Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen. Doch man sollte sich Zeit nehmen, denn ich hatte am Tag gar nichts so viel Zeit, wie ich lesen wollte und habe jede frei verfügbare Minute genutzt. Gleichzeit hat es auch meine Reiselust nach Großbritannien geweckt. Und auf jeden Fall wichtig: Taschentücher!!!

Gastrezension zu „The Creature“

the-creature

Justin C. Skylark

„The Creature“

dead soft

9783960890454

12,95€/5,99€

Rezension von Sabrina

“Wer tot ist, kann nicht sterben, sich aber starker und härter erheben” ( The Creature, Seite 1)

Eine Brandleiche verschwindet aus der Rechtsmedizin, wo Jannik arbeitet. Dafür geschieht im Institut ein Mord und ein Fremder tritt in Janniks Leben, der nicht ganz menschlich ist. Ereignisse überschlagen sich und Jannik muss sich fragen, wem er vertrauen kann. Der Fremde Mann, Tyr kommt ihm dabei immer näher.

Ich hatte mich am Anfang vom Cover ein wenig abschrecken lassen. Aber was soll ich sagen, das Cover passt perfekt zu der Geschichte. Sie ist düster, mysteriös aber auch unglaublich schön. Es ist keine normale Liebesgeschichte. Es geschehen Verbrechen, die nicht gerade ungefährlich sind. Aber der Mut von Jannik trotzt nichts. Gemeinsam mit seinen Vorgesetzten und Tyr nimmt er persönlich die Ermittlungen auf und schon bald treffen sie auf eine neue Spezies, die im wahrsten Sinne des Wortes unter uns lebt, und eine Tat, die schrecklicher nicht sein könnte.

Justin C.Skylark verblüfft mit einer grandiosen Idee für diese Story und die wahrhaft vielen naturwissenschaftlichen Fakten, die einem alles besser vorstellen lassen. Die Charaktere sind alle in sich stimmig. Tyr, der hilflose Mann, der nicht weiß was er machen soll. Bis hin zu Jannik, der einfach das tut, was er für richtig hält.

The Creature ist für alle Thriller Fans und nicht Thriller Fans das perfekte Buch, um ein spannendes und fesselndes Abenteuer zu erleben.

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