Rezension zu „Rabenkönig – Im Schatten der Todessteine“

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Alice Camden

„Rabenkönig – Im Schatten der Todessteine“

dead soft

9783960890171

12,95€/5,99€

Jannis und Talin haben den Roten Wald erreicht und müssen nur noch diesen und den Sumpf durchqueren, bis sie bei der Rabeninsel sind, auf der Talins Fluch endlich gebrochen werden soll. Dabei begegnen sie dem Wildhüter Ilan und seinem einzigen Freund, den Raben Kara, die sich bereit erklären die beiden zur Insel zu begleiten. Doch bevor sich die Gruppe auf den Weg machen kann, wird Kara durch einen rätselhaften Zwischenfall zu einem Menschen. Leider reagiert Ilan anders als es sich Kara erhofft hat. Und auch auf der Rabeninsel läuft es anders als geplant.
Können Ilan und Kara ihr Glück zusammen finden? Und kann der Fluch rechtzeitig von Talin genommen werden?

Was soll ich sagen? Mit „Rabenkönig“ schafft Alice Camden einen spannenden, herzergreifenden, an mancher Stelle humorvollen und durch und durch gelungenen Abschlussband der Todessteintrilogie.
Sofort mit der ersten Seite stand ich gemeinsam mit Jannis und Talin im Wald, und wäre das reale Leben nicht, ich wäre gleich bis zum Ende an ihrer Seite geblieben.
Mit Ilan und Kara gibt es zwei neue Figuren, die so manche Überraschung bereit halten. Ilan konnte ich am Anfang überhaupt nicht verstehen, seine Taten waren nicht nachvollziehbar. Hätte es sich nicht irgendwann geändert, ich wäre ins Buch gesprungen und hätte ihm eigenhändig den Hals umgedreht. Aber das macht für mich auch ein gutes Buch aus, wenn es Emotionen beim Leser verursacht.
Kara war zu Beginn ein Rabe und wurde dann zum Menschen. Auch wenn sich sein Körper verändert hatte, sein Charakter blieb. Er war neugierig, ehrlich und er sprach seine Gedanken einfach aus. Sein verspieltes Gemüt machte es einem leicht ihn zu mögen und so gerne ich ihn in den Arm nehmen wollte, er konnte auch stark und damit eine wichtige Person für Ilan sein, an die er sich anlehnen konnte.
Es gab natürlich ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Figuren, die mich zum schmunzeln brachten.
Doch in diesem Band sollte nicht nur ein Fluch gebrochen werden, auch die Vergangenheit holte unsere Helden ein und Geheimnisse wurden gelüftet.
Ob die Liebe zum Schluss siegen kann und es für alle ein Happy End gibt, müsst ihr selber nachlesen.
Ich kann nur sagen: Das Buch sollte sich keiner entgehen lassen, der die beiden Vorgänger gelesen hat. Auch wenn ein paar Rechtschreibfehler zu viel drin waren, ich konnte darüber hinweg lesen und den Lesegenuss trübte es nicht.
Außerdem: Dieses Cover ist der Hammer!

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Blogbeitrag zu „Inbetween – Zwischen Bordell und Bühne“

Die Autorin Svea Lundberg hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, ihr Buch zu lesen und ein Interview mit ihren Figuren Jerik und Alexej zu führen. Über diese Anfrage habe ich mich sehr gefreut und natürlich Ja gesagt.
Wie mir das Buch gefallen hat könnt ihr hier nach lesen: Rezi

Das Interview fand an diesem beschaulichen Ort statt.

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Jerik und Alexej schlendern Arm in Arm auf den Steg und lassen sich Sarah gegenüber nieder.


An beide: Seid ihr schon mal interviewt worden?

Jerik: „Nein, noch nie.“ Er knufft Alexej spielerisch in die Seite. „Aber mein kleiner Star-Tänzer hier schon.“

Alexej: „Ach, komm, das war nur ein kleines Lokalblatt.“


An beide: Wann ist euer Geburtstag?

Jerik: „Ich hab am 7. Januar Geburtstag und bin 87er-Jahrgang. Alexej ist am 21. November 1989 geboren.“


An Alexej: Was ist dir als erstes durch den Kopf gegangen als Jerik in deiner Umkleide aufgetaucht ist?

Alexej (grinst): „Ich dachte mir: Wow, heißer Kerl.“


An Alexej: Gibt es ein Lieblingslied zu dem du gerne tanzt?

Alexej: „Eigentlich nicht, ich tanze zu fast jeder Musik gerne. Wobei … „Compassormap“ von Robin Thicke ist schon etwas Besonderes für mich. Zu diesem Song habe ich damals am See für Jerik getanzt.“


An Alexej: Kannst du jede Tanzart oder hast du dich spezialisiert?

Alexej: „Mein Schwerpunkt in der Ausbildung lag eigentlich auf klassischem Ballett, aber ich habe mich schon früh auf Contemporary Modern spezialisiert.“


An Alexej: Warum gerade alle oder eine bestimmte?

Alexej: „Contemporary Modern ist ein wahnsinnig ausdrucksstarker Tanz. Wenn ich tanze, möchte ich Emotionen transportieren, egal welcher Art. Mein Publikum soll fühlen, was ich fühle.“

Jerik(grinst schief): „Ja, auf der Bühne hat er keine Scheu, Gefühle zu zeigen.“ Für die Bemerkung erntet er einen gespielt bösen Seitenblick von Alexej.


An Jerik: Warum bist du ausgerechnet Lehrer geworden?

Jerik: „Mir war schon ziemlich früh klar, dass ich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchte. Daher hab ich auch mal überlegt, Erzieher zu werden, aber ich glaube, mir liegen doch eher die etwas älteren, aufmüpfigen Kids.“ Er wirft Alexej einen vielsagenden Blick zu.


An Beide: Habt ihr die Twilight Bücher gelesen oder nur die Filme gesehen?

Jerik: „Ehrlich gesagt, weder noch, ist nicht so unser Ding. Aber man kennt die Geschichte natürlich trotzdem aus den Medien und du musst schon zugeben, dass dieses ‚oh, ich bin ja so gefährlich und tue dir nicht gut‘ von Alexej stark nach Edward klingt.“


An Beide: Gibt es ein Land in welchem ihr noch nicht wart und es unbedingt bereisen wollt? Warum gerade dieses?

Alexej & Jerik (gleichzeitig wie aus der Pistole geschossen): „Neuseeland.“

Alexej: „Wir sind beide schon wahnsinnig viel rumgekommen, aber ich war beispielsweise noch nie in Island und Norwegen, Jerik noch nie in Australien.Und Neuseeland fehlt uns beiden noch auf unserer Landkarte. Außerdem soll die Natur dort ja atemberaubend sein.“


An 
Alexej: Bist du mal verliebt gewesen?

Alexej: „Verknallt sicher, mehrfach, aber richtig geliebt habe ich keinen Mann vor Jerik.“


An Alexej: Wieso magst du so gerne Kakteen?

Alexej: „Gute Frage, sie sind so … stachelig und kratzbürstig wie ich? Nein, ernsthaft, das hat einfach den praktischen Hintergrund, dass alle anderen Pflanzen bei mir verdursten.“


An Jerik: Wenn Alexejs Kaktus aus dem Fenster und auf dein Motorrad fallen würde und dort eine Delle und/oder einen Kratzer hinterlassen würde, was würdest du machen?

Jerik(lacht): „Dann hätte ich endlich einen Grund, das verdammte Ding in den Müll zu werfen. Und Alexej würde ich die Delle stundenlang herauspolieren lassen – nackt versteht sich.“

!Ab hier wird gespoilert. Also wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte vom Weiterlesen eher absehen. Alle anderen sind herzlich Willkommen :).!

 

Mehr

Rezension zu „Inbetween – Zwischen Bordell und Bühne“

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Svea Lundberg

„Inbetween – Zwischen Bordell und Bühne“

dead soft

9783960890218

12,95€/5,99€

Als Jerik ihn zum ersten Mal auf der Bühne tanzen sieht, ist es um ihn geschehen. Gefesselt von den Bewegungen und der Intensität, möchte er den Tänzer Alexej auf jeden Fall kennen lernen.
Die beiden kommen sich näher, doch Alexej stößt ihn nicht ohne Grund immer wieder von sich und schon bald geraten beide in einen Strudel aus dem ein Entkommen immer schwerer wird.
Mit „Inbetween“ schaffte die Autorin eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wenn ich dachte Jerik und Alexej haben ihr Glück gefunden, sind zusammen vereint, fiel ein Schatten auf sie nieder aus dem sie sich schwer hervor kämpfen mussten. Und das immer wieder. Ich als Leser hatte eine kurze Verschnaufpause um das Glück der beiden genießen zu können, nur um gespannt weiter zu lesen, was mich wohl hinter der nächsten Kurve erwarten würde.
Besonders ansprechend fand ich  die Liebes- und Sexszenen, da diese sehr sinnlich beschrieben wurden.
Und wie bei jeder Achterbahnfahrt gab es zum Höhepunkt eine steile Fahrt abwärts, die einem den Magen in die Luft hebt  und das Atmen erschwert. Am Ende kommt man mit rasendem Herzen an, fühlt sich gelöst und zufrieden, glücklich oder schlecht. Auch Jerik und Alexej müssen diesem Tiefpunkt entgegen sehen, ungeschönt wie er ist und ziehen den Leser mit hinein.
Die Geschichte ist spannend, bietet alles was ich als Leser erwarten könnte, aber  die Figuren hatten für mein Empfinden keine Tiefe. Ich konnte keine Bindung zu ihnen aufbauen.   Es gibt Bücher in denen ich richtig eintauchen kann, mich verliere, doch bei dieser Geschichte kam ich mir wie eine Außenseiterin vor. Auch hätte ich mir gerne an mancher Stelle das Geschehen aus der Sicht von Alexej gewünscht, um ihn und seine Sicht vielleicht besser verstehen zu können. Wie gesagt, las es sich wie eine Achterbahnfahrt. Und so ging es bergauf, bergab in einem schnellen Tempo, wo ich mir manchmal gerne mehr alltägliche Szenen gewünscht hätte, auch mehr Tanzszenen von Alexej wären Interessant gewesen.
Trotz allem war ich bei ihnen, musste lächeln und weinen.
Das Ende fand ich sehr gelungen. Es ist nicht kitschig sondern „Realitätsnah“.

Eine lesenswerte Geschichte mit keinem leichten Thema.

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